Das duale Ausbildungssystem in Deutschland: Besucherreise für italienische Schulleiter


Das duale System: Kompetenzen in der Berufsausbildung und Internationalisierung

Das italienische Bildungsministerium hat gemeinsam mit dem Goethe-Institut Italien eine Gruppe von Bildungsexperten nach Ingolstadt eingeladen, die sich mit der Einführung eines italienischen Modells des dualen Ausbildungssystems in ihren Schulen und Regionen befassten.
   Nach mehreren deutsch-italienischen Workshops und Arbeitsgruppentreffen ging es diesmal um zentrale Aspekte, die die Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen im Rahmen der Berufsausbildung betreffen. Beim Besuch an der Berufsschule BS1 stand die Kooperation zwischen Schule und Betrieb im Zentrum des fachlichen Austausches: was sind die zu erreichenden Kompetenzen der Auszubildenden, wie werden die Curricula abgestimmt, wie sehen die Prüfungen und Abschlüsse aus. Von besonderem Interesse für die italienischen Partner waren zudem die Kompetenzen, die Fachlehrer und Ausbilder im Betrieb mitbringen bzw. in Fortbildungen erwerben müssen.
   Da die italienischen Unternehmen Ducati und Lamborghini Töchter des Audi Konzerns sind, war der Besuch des Unternehmens ein weiterer Höhepunkt der Besucherreise. In Kooperation mit Ducati und Lamborghini wird auch in Italien künftig dual ausgebildet. Die Bildungsexperten tauschten sich in diesem Zusammenhang über die Internationalisierung der Berufsausbildung aus. Während eines Rundgangs lernten sie die Fachbereiche Kfz-Technik, Automatisierungstechnik, Fertigungstechnik, den kaufmännischen und den IT-Bereich kennen.

Ein Besuch bei der Berufsorientierungsmesse „JOBtotal“ rundete die Besucherreise ab, denn es gilt besonders in Italien angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit, junge Menschen für handwerkliche Berufe zu begeistern.