Theateraufführungen Il mondo che abbiamo / The World we have

G8 PROJECT 2021 © Teatro Nazionale Genova

Sa, 09.10.2021 -
Mi, 27.10.2021

Genua

G8 PROJECT 2021

Neun Uraufführungen, neun neu produzierte Theaterpremieren, die die Texte der neun Autoren und Autorinnen auf die Bühne bringen, die im Zusammenhang des G8 Projects einen Auftrag erhalten haben.
Die Veranstaltungsreihe Il mondo che abbiamo / The World we have der neuen Saison des Teatro Nazionale Genua steht ganz und gar im Zeichen des 20-jährigen Jahrestages des Gipfeltreffens G8 von Genua.
 
Die beteiligten Autoren der dramaturgischen Schriften kommen allesamt aus den Ländern, die am G8 im Jahr 2001 teilgenommen haben: Roland Schimmelpfennig (Deutschland), Nathalie Fillion (Frankreich), Guillermo Verdecchia (Kanada), Fausto Paravidino (Italien), Sabrina Mahfouz (Großbritannien), Toshiro Suzue (Japan), Wendy MacLeod (USA), Ivan Vyrypaev (Russland) e Fabrice Murgia (Belgien, in Vertretung der UE).
 
Die Vorgabe an die Künstler sah vor, dass nicht bloß die Geschehnisse von 2001 überdacht werden sollten, sondern es sollte der Anlass genutzt werden, um über die ersten zwanzig Jahre des neuen Jahrhunderts nachzudenken. Der Input zielte darauf, einen Blick auf die jüngere Vergangenheit zu werfen, die individuelle und die kollektive Geschichte zu erkunden, aber auch den Versuch einer Zukunftsperspektive zu wagen, um eine Vorstellung von möglichen Entwicklungen und praktikablen Modellen zu geben, und mit Blick auf die jüngeren Generationen kreative Vorschläge zu eröffnen.
Mehr als 40 ausgewählte Schauspieler setzten die unveröffentlichten, ins Italienische übersetzten Werke um. Die Regie wurde von Giorgina Pi, Mercedes Martini, Serena Sinigaglia, Thea Dellavalle, Teodoro Bonci del Bene, Kiara Pipino, Thaiz Bozano übernommen. Die Autoren Fausto Paravidino und Nathalie Fillion setzten ihre eigenen Texte selbst theatralisch um.  
 
Der Beitrag aus Deutschland wird durch SHERPA von Roland Schimmelpfennig vertreten:
 
Sherpa
Von Roland Schimmelpfennig
Regie Giorgina Pi
Übersetzung Laura Olivi
mit Fabrizio Contri, Carolina Ellero, Cristina Parku, Aurora Peres, Gabriele Portoghese
Video und Licht Andrea Gallo
Produktion Teatro Nazionale Genua
 
 
Sherpa ist eine Tragödie, die von einem verlorenen Krieg erzählt, der die Kämpfenden jahrelang auf verlorenem Posten gehalten hatte. Wir befinden uns im Jahre 2001 und gleichzeitig zwanzig Jahre später. Der Schauplatz ist das luxuriöse Kreuzfahrtschiff, auf dem die Teilnehmer des G8 Gipfeltreffens untergebracht waren und gleichzeitig im Zentrum der Stadt, mit den roten Zonen und Tausenden von Menschen aus aller Welt, die gekommen waren, um ihr Recht auf ein würdiges Leben einzufordern. Den Hintergrund bilden die Probleme jener Zeit - Malawi, Cadiz und Lampedusa – sowie das Elend der letzten Jahre.
Roland Schimmelpfennig taucht ab in die Verzweiflung der Geschichte mit unerbittlichen Schnappschüssen und untröstlichen Charakteren. In Genua 2001 gab es keinen Sherpa, der dabei hätte helfen können, den Gipfel zu erklimmen. Die Ohnmacht, die wir heute empfinden ist dieselbe, die uns verpflichtet, den Faden wieder aufzunehmen, der auf dem Pflaster liegen geblieben ist.
 
Den symbolischen Auftakt der Veranstaltungsreihe bildet das internationale Treffen am 9. Oktober um 10 Uhr im Teatro Ivo Chiesa zum Thema Culture 2030: il mondo che abbiamo / il mondo che avremo (die Welt, die wir haben / die Welt, die wir haben werden). Es steht unter der hohen Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments. Im Anschluss beginnt um 14 Uhr der Theater-Marathon, bei dem den Theaterbesuchern in mehr als 10 Stunden die neun Stücke wie Kapitel einer einzigen Erzählung offeriert werden, die sich durch Zeit und Raum bewegt.

 
9. Oktober ab 14 Uhr
MARATHON ALLER THEATERSTÜCKE

 
Teatro Ivo Chiesa ab 14 Uhr
Viale Duca d’Aosta
 
CHANGE LE MONDE, TROUVE LA GUERRE von Fabrice Murgia, Regie Thea Dellavalle
OUR HEART LEARNS von Guillermo Verdecchia, Regie Mercedes Martini
TRANSCENDANCE von Sabrina Mahfouz, Regie Serena Sinigaglia
SHERPA di Roland Schimmelpfennig, Regie von Giorgina Pi
 
 
Teatro Gustavo Modena ab 20 Uhr
Piazza Gustavo Modena 3

 
DATI SENSIBILI: NEW CONSTRUCTIVE ETHICS von Ivan Vyrypaev, Regie Teodoro Bonci del Bene
IN SITU Text und Regie Nathalie Fillon
IL VIGNETO von Toshiro Suzue, Regie Thaiz Bozano
BASTA! von Wendy MacLeod, Regie Kiara Pipino
GENOVA 21 Text und Regie Fausto Paravidino
 
Die Aufführungen werden vom 10. – 27. Oktober weiter im Programm der Theater Teatro Ivo Chiesa und Teatro Gustavo Modena zu sehen sein.  
SHERPA wird vom 10. – 17. Oktober im Teatro Ivo Chiesa aufgeführt: Am Dienstag, Mittwoch und Freitag um 20.30 Uhr, Donnerstag und Samstag um 19.30 Uhr, Sonntag um 16 Uhr.
 
VOLLSTÄNDIGES PROGRAMM, INFORMATIONEN UND TICKETS www.teatronazionalegenova.it
 

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