Ausstellung Buone Prospettive

Foto: Nadja Bournonville - A Conversion Act

17. September - 16. Oktober 2014
Eröffnung: 16. September, 18.30 Uhr

Palazzo delle Stelline - Institut français Milano – Galleria, Corso Magenta 63, Mailand

Junge deutsche und französische Fotografie

Das Goethe-Institut Mailand präsentiert, in Zusammenarbeit mit dem Institut français Milano, gute aussichten und La Chambre die Fotoausstellung Buone Prospettive - Junge deutsche und französische Fotografie.



Die Auswahl wurde von „gute aussichten – junge deutsche fotografie 2013 / 2014“, ein Projekt, dass 2004 gegründet wurde, und "Perspectives", ein Unterstützungsprogramm, dass 2013 von La Chambre gegründet wurde, zusammengestellt: beide Projekte fördern junge Künstler, die mit Fotografie arbeiten.

Das Nachwuchsförderungsprojekt "gute aussichten – junge deutsche fotografie" wurde 2004 als private Initiative von Josefine Raab und Stefan Becht gegründet. Ziel ist es, eine Brücke zu schlagen zwischen jungen, noch weitgehend unbekannten Künstlern und all jenen, die Fotografie begeistert. Den Kern des Projektes bildet ein jährlich stattfindender Wettbewerb für Abschlussarbeiten aus allen deutschen Hochschulen, Fachhochschulen und Akademien, die einen Studiengang Fotografie anbieten.

In diesem Jahr wurden die neun Gewinner des Wettbewerbs aus 100 Arbeiten ausgewählt, die aus 33 verschiedenen Institutionen stammen.

In der Ausstellung heben sie sich durch vielfältige Ästhetiken und formale und konzeptuelle Ansätze hervor.

Im zehnten Jahr ihres Bestehens präsentiert gute aussichten 2013/2014 ein Spektrum überraschender, vielfältiger Ideen, Überlegungen und fotografischer Strategien, formaler wie medialer Umsetzungen, die nicht nur den aktuellen Status Quo abbilden, sondern auch als Inspirationsquelle dienen dürfen: eine einzigartige und weitreichende Übersicht über den Stil und den Inhalt der Werke junger deutscher Fotografen in den letzten 12 Monaten.

Eine Espressomaschine, die in ihrem eigenen Kaffee ertrinkt, Menschen, gegerbt, gebrandmarkt, gezeichnet von ihrem Dasein, als Randgruppe tituliert oder in solch absurden Haltungen ins Motiv inszeniert, dass der Betrachter verwundert und ratlos zurückbleibt. Landschaften die im wahrsten Sinn des Wortes fast vor uns und aus dem Bild entschwinden, graue Betonbilder von monochromer Schlichtheit und überbordend bunte Collagen von malerischer Schönheit.
Und doch ist es so, dass es in all dieser Vielfalt ein geradezu verblüffend verbindendes Element gibt: Das Nicht-Erfüllen von Erwartungen, das Nicht-Einlösen von Versprechen, das Nicht-Einhalten von Konventionen, das Nicht-Geschehen des Vorhersehbaren. Diese Ablehnung zieht sich durch die neun Arbeiten wie ein roter Faden. Hoffnungen werden enttäuscht, physikalische Gesetzmäßigkeiten außer Kraft gesetzt, mediale Grenzen überschritten und Sehgewohnheiten auf den Kopf gestellt. Nichts ist so, wie es scheint. Und doch so, wie es ist.

Diese Generation junger Fotograf/inn/en legt den Finger in diese Wunden, macht sie sichtbar, lässt sie spürbar werden. Sie zwingt uns hinzusehen, zu fragen, zu denken und sie riskiert, dass Begriffe wie Freiheit, Würde, Wahrheit ins Spiel kommen. Werte, die – wie wir finden – essentiell sind für uns und die Gegenwart.

Die Ausstellung zeigt Werke von:

gute aussichten:
Nadja Bournonville
Anna Domnick
Birte Kaufmann
Lioba Keuck
Alwin Lay
Marian Luft
Stephanie Steinkopf
Daniel Stubenvoll
Christina Werner

Perspectives:
Vincent Chevillon
Delphine Gatinois
Viola Korosi

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