Video-Reihe In Worten, Eindrücke - Eine Reise der Visionen zwischen Europa und Afrika

Eröffnung der „Verschwindenen Wand“ in Danzig Foto (Ausschnitt): Bartosz Bańka © Goethe-Institut

Dezember 2020 - Mai 2021

Mailand Online


Mailand

Einige Zitate aus der "Verschwindenden Wand” werden von Mitbürgern gelesen und dargestellt.

Mascherenere Laboratorio di Teatro hat in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Mailand einige Zitate aus der Sammlung für die "Verschwindende Wand" ausgesucht und hat diese in kurzen Videos in Szene gesetzt.
Diese Video-Reihe wird uns bis Mai 2021, wenn die "Verschwindende Wand" in Mailand präsentiert wird, begleiten.

In diesem dritten Video, "Sprich zu mir", interpretiert Madeleine Mabitana, das Zitat von René Descartes "Das Lesen der guten Bücher gleicht einer Unterhaltung mit ihren Verfassern, als den besten Männern vergangener Zeiten" und verbindet diesen Satz mit einen Gedicht von Birago Diop (senegalesischer Schriftsteller und Dramatiker, Vertreter der  frankophonen afrikanischen Literatur).
Ecoute plus souvent le vent… 
C'est la voix de nos ancêtres
Mémoire de sagesse vivante.*
Umschreibung des Gedichtes  "Les souffles" 
(*Übersetzung des französischen Textes:
Hör öfters auf den Wind…
Er trägt die Stimme unserer Vorfahren.
Lebendiges Gedächtnis der Weisheit.)

Olivier Elouti: "Das Erinnern unserer Vorfahren ist ein täglicher Akt. Die schönen Erinnerungen, die uns Wachsen helfen, brauchen keine schriftliche Form, denn sie begleiten uns immer, sind immer in unserem Leben, auch wenn unsichtbar: man muss sie nur hören wollen. Es ist wie ein Gespräch mit der Natur, mit den Geistern." 

Veröffentlichte Videos der Reihe
Im ersten Video der Reihe "Ein Gruß für das gegenseitige Verständnis" geht es um das Zitat von Louis Massignon "Um den anderen zu verstehen, darfst du ihn nicht annektieren, sondern sein Gastgeber werden".

In zweiten Video, "Der Mut", interpretiert Aliou Diop, das Zitat von Paul Celan "Es ist Zeit, dass der Stein sich zu blühen bequemt, dass der Unrast ein Herz schlägt. Es ist Zeit, dass es Zeit wird. Es ist Zeit." 

Mehr über das Projekt "In Worten"
Der menschliche Instinkt leitet einem oft zu egoistischem Handeln. Wenn wir uns in Schwierigkeiten befinden, neigen wir dazu uns vor den Rest der Welt zu schützen und uns durch Mauern, nicht nur physischer Art, zu schützen. Was passiert aber wenn diese zusammenstürzen? Wir finden Raum, um uns zu erzählen und oft reicht ein Zitat, um eine Geschichte, ein Konzept zusammenzufassen, um mit dem Anderen in Kontakt zu treten.
In diesen Zeiten der Pademie müssen wir jedes künstlerische Schaffen neu erfinden, jedes technisches Mittel und jede Ausdrucksform verwenden, die uns zur Verfügung stehen, auch ein einfaches Handy. Das ausreicht, um die Gefühle, die jedes Zitat bei den Protagonisten hervorruft, aufzunehmen.

Olivier Elouti von Mascherenere, Kurator dieser Initiative: "Mit diesem Projekt möchten wir die Ausdrucksfähigkeit der eingesammelten Zitate erforschen, nicht weil sie universell gültig sind, sondern weil sie auch für uns gelten. Wir haben uns für eine Reise durch die Bilderwelt entschlossen, denn nur so können wir den Zitaten Form verleihen. Wir versetzen sie nach Afrika, wo Zitate durch Sprichwörter ersetzt werden, und suchen nach Verbindungspunkten zwischen Europa und Afrika". 

Die "Verschwindende Wand" ist ein Projekt des Goethe-Instituts, gefördert mit Sondermitteln des Auswärtigen Amts, zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020. 

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