Film Victoria

Viktoria ©Monkeyboy

Montag, 30. Januar 2017, 18:00 Uhr

Multicinema Modernissimo, Neapel

Im Rahmen der Filmreihe „Montagskino – I tedeschi del lunedì“

Deutschland 2015, 140’
Regie: Sebastian Schipper 
Drehbuch: Sebastian Schipper, Olivia Neergaard-Holm, Eike Schulz
Kamera: Sturla Brandth Grøvlen 
Schnitt: Alexander von Sturmfeder 
Ton: Fabian Schmidt 
Musik: Nils Frahm 
Mit Laia Costa (Victoria), Frederick Lau (Sonne), Franz Rogowski (Boxer), Burak Yiğit (Blinker), Max Mauff (Fuß), André M. Hennicke (Andi)
 
Selbstverloren tanzt die junge Spanierin Victoria durch die Berliner Szene. Vor einem Club lernt sie vier Jungs kennen, die sich als Sonne, Boxer, Blinker und Fuß vorstellen. Schnell kommt man ins Gespräch. Sonne und Victoria interessieren sich füreinander und setzen sich bei erster Gelegenheit von der Gruppe ab. Ihr zarter Flirt wird jedoch jäh von den anderen unterbrochen, denn für die Kumpel ist diese Nacht noch lange nicht zu Ende. Um eine alte Schuld zu begleichen, herstammend aus der Zeit, da Boxer im Gefängnis war, sollen sie einen Überfall auf eine Privatbank durchziehen. Weil einer von ihnen zu betrunken ist, soll ausgerechnet Victoria die Rolle der Fahrerin übernehmen. Aus Spiel wird plötzlich Ernst.

Erzählt wird in einer einzigen, ununterbrochenen Einstellung, großartig verdichtet zu einem rauschhaften Echtzeitereignis!
 
Nach eigenem Drehbuch skizzierte Schauspieler und Regisseur Sebastian Schipper die Geschichte einer atemlosen Nacht in den Straßen der Metropole. Die Kamera verknüpft die vergehende Zeit und die zahlreichen Schauplätze nahtlos miteinander und bezieht den Zuschauer unmittelbar ins Geschehen ein. Mit der verwegenen Truppe blickt man von Hochhausdächern über die Stadt, flaniert über menschenleere Bürgersteige und versteckt sich in abgelegenen Hinterhöfen. Scheinbar beiläufige Ereignisse verdichten sich zu einer dramatischen Tour de Force.
 
„Ein Film, der der Berliner Nachtwelt unserer Zeit so nahe kommt wie keiner zuvor.“ (Der Tagesspiegel)
 
Bei der Berlinale 2015 erhielt Victoria einen Silbernen Bär für die Kameraarbeit von Sturla Brandth Grøvlen, sowie den Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost und den Preis der Gilde Deutscher Filmkunsttheater.
 
Biografie: Sebastian Schipper
 
Sebastian Schipper (1968) studierte Schauspiel in München. Er spielte Theater und war auch im Kino präsent, u.a. in „Kleine Haie“ (1992) von Sönke Wortmann, in „Lola rennt“ (1998) und in „Der Krieger und die Kaiserin“ (2000) von Tom Tykwer.
Mit „Absolute Giganten“ drehte Sebastian Schipper 1999 sein vielfach ausgezeichnetes Spielfilmdebüt.
2006 folgte „Ein Freund von mir“ und 2009 „Mitte Ende August“, eine Neuinterpretation von Goethes „Wahlverwandtschaften“.
 
Eine Veranstaltung des Goethe-Instituts in Zusammenarbeit mit Stella Film und Multicinema Modernissimo.

Trailer:


 

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