Ausstellung Verlassene Orte

Verlassene Orte © Jeanne Fredac

9. - 24.März 2017

Neapel

Goethe-Institut Neapel
Vico Santa Maria a Cappella Vecchia 31

Fotoausstellung Jeanne Fredac

Der grüne Schrank ist geöffnet, die roten Vorhänge sind zurückgezogen. Ein Klavier thront einsam auf einer Bühne. Die leeren Sitzreihen des Kinos scheinen auf das Publikum zu warten…

An diesen Orten, wo die Menschen nur einen Augenblick abwesend zu sein scheinen, dringt Efeu durch die kaputten Fenster und die alte Wandfarbe wirft Blasen. Die Zeit scheint stillzustehen, Der grüne Schrank ist geöffnet, die roten Vorhänge sind zurückgezogen. Ein Klavier thront einsam auf einer Bühne. Die leeren Sitzreihen des Kinos scheinen auf das Publikum zu warten… An diesen Orten, wo die Menschen nur einen Augenblick abwesend zu sein scheinen, dringt Efeu durch die kaputten Fenster und die alte Wandfarbe wirft Blasen. Die Zeit scheint stillzustehen, Aktion und Bewegung sind unterbrochen…

Jeanne Fredac enthüllt in ihren Arbeiten die Anmut der nach dem Mauerfall verlassenen Gebäude und stillgelegten Fabriken der ehemaligen DDR. Ihre Serie Rovine contemporanee (Verlassene Orte), entstanden zwischen 2006 und 2015 während vieler Reisen durch den Osten Deutschlands, bildet ein Gegengewicht zur üblichen Wahrnehmung. Jeanne Fredac erweist sich als Querdenkerin, auch weil sie in einer Zeit des „clic automatique“ an der Analogfotografie festhält.
Ihre Bilder sprechen auf einer tieferen Ebene zu uns. Die „Positive“ beschwören „Negative“ unserer eigenen Vorstellungswelt herauf. In unserer Fantasie bevölkern die seit langem Abwesenden erneut die Szene…

Es ist das Leben, das Vorübergehen der Zeit und ihre Interaktionen, die diese wahren und eigentlichen Bilder vor unserem geistigen Auge in Szene setzen. Süße und tragische Metapher des Wandels, der den stetig voranschreitenden Verlust der uns umgebenden Dinge, aber auch unseres Selbst verkörpert.

Die außergewöhnliche Farbgebung der Fotografien unterstützt beim Betrachter die Empfindung von Unwirklichkeit. Fast kann man sich die Figuren des Zeichners Enki Bilal in diese Räume hineindenken. Die Orte, verlassen und leer, erzeugen eine Ästhetik, die - im Kontrast zu ihrer physischen Leere - voller Bedeutung ist.
 

Jeanne Fredac ist eine französische Fotografin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Werke wurden bereits in Frankreich, Deutschland, Italien, Dänemark und den USA ausgestellt…
 
 
Die Ausstellung findet im Rahmen der neapolitanischen Künstlerresidenz von Jeanne Fredac statt. „Verlassene Orte“ wird gemeinsam mit dem Institut français präsentiert. Jeweils eine Auswahl der Fotografien wird im französischen und im deutschen Kulturinstitut zu sehen sein.
Daneben zeigt das spanische Kulturinstitut in seinen Räumlichkeiten eine Auswahl aus Jeanne Fredacs Fotoserie „Kuba“.
 
Vernissage: Donnerstag, 9. März 2017, 18:00 Uhr, Institut français, Via Francesco Crispi, 86, in Anwesenheit der Künstlerin.
 
 
Die Ausstellung wird organisiert vom EUNIC Cluster Neapel, der Partnerschaft der europäischen Kulturinstitute in Neapel, dem Institut français, dem Instituto Cervantes und dem Goethe-Institut.

Öffnungszeiten:

Mo. – Fr.: 9:30 – 13:00 Uhr / 15:00 – 16:30 Uhr

Sa.: 9:30 – 12.30 Uhr/ Sonntag geschlossen

Info: www.institutfrancais-napoli.com
       
         www.napoles.cervantes.es

 

 

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