Vorlesung im Masterstudiengang Bibliothekswissenschaften Library Politics

Bibliothek Athen © Thalia Galanopoulou

Dienstag, den 2. März 2021, 11-13 Uhr

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A missing link in Library and Information Science

Die Vorlesung wird von Claudia Lux, Honorarprofessorin an der Humboldt-Universität zu Berlin, in englischer Sprache gehalten. Die Arbeit wird in Englisch und Italieinsch als Open Access Dokument auf der Plattform Torrossa.it von Casalini Libri veröffentlicht, auch über JLIS.it abrufbar.
Der Bibliotheks- und Informationswissenschaft fehlt eine gründliche Diskussion über Bibliothekspolitik. Die Arbeit erläutert die verschiedenen Aspekte von Politik, Bibliothekspolitik und Informationspolitik. Ein breiter Überblick über das Thema Bibliothekspolitik in der bibliothekarischen Literatur zeigt viele Defizite im Umgang mit diesem Thema. Der größte Teil der Literatur bezieht sich ausschließlich auf öffentliche Bibliotheken und nur sehr selten gibt es Publikationen zu wissenschaftlichen Bibliotheken. Dies hat zur Folge, dass das Thema Bibliothekspolitik so gut wie in keinem Lehrplan für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an Bibliotheksschulen vorkommt. Es ist kein Wunder, dass Bibliotheken oft nicht in der Lage sind, eine bedeutende Rolle in der nationalen Kultur- und Bildungspolitik zu spielen, da die Bibliothekare nicht das grundlegende Wissen und die Werkzeuge erhalten, um die Situation zu ändern. Anstatt als Profis zu agieren, agieren sie als gute Amateure auf dem politischen Feld.

Die Rolle der Regierung in Verbindung mit öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken und das Wissen über die politische Entscheidungsstruktur ist von immenser Bedeutung, ebenso wie die Einflussgruppen, die zur Unterstützung der Bibliotheksentwicklung genutzt werden können. Die Arbeit endet mit einer Liste offener Forschungsthemen zur Bibliothekspolitik in der Bibliotheks- und Informationswissenschaft.

Eine Initiative der Universität Florenz im Rahmen der Internationalen Didaktischen Woche der Abteilung SAGAS für das Exzellenzprogramm. Neben vielen weiteren Einrichtungen ist auch das Goethe-Institut Partner der Initiative.

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