Wie man über Gewalt gegen Frauen berichten sollte Feminizid (Frauenmord): die Wortwahl, der Berichterstattung

Rote Schuhe Foto: © Colourbox.com

Mittwoch 25. November 2020, 19 Uhr

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Die Veranstaltung fand online auf Zoom statt.

Der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Nach den jüngsten verfügbaren Daten von Eurostat wurden in Europa 2017 751 Frauenmorde verübt, und die Länder mit der höchsten Gewaltrate sind in der Reihenfolge Frankreich, England und Deutschland.

Nach Angaben des Bundeskriminalamtes litten 2019 in Deutschland rund 141.792 Frauen an Gewalt durch ihren Partner oder ehemaligen Partner – 301 versuchte Tötungsdelikte und 114 von ihnen kamen ums Leben. 81% der Opfer sind Frauen, 19% Männer. Fast die Hälfte der Opfer lebte zu Hause mit ihrem Täter. Dies zeigt, dass die Wohnung in Deutschland einer der gefährlichsten Orte für die Opfer ist. Laut dem Bundeskriminalamt betrifft häusliche Gewalt undifferenziert alle sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Schichten.

Dennoch gibt es in Deutschland, anders als in Italien, das Verbrechen des „Feminizids“ nicht, auch wenn die Medien und die Politik, die früher über „Familientragödien“ oder „Verbrechen aus Leidenschaft“ berichteten, beginnen, diesen Begriff mehr und mehr zu verwenden. Doch wie wird eine der schwerwiegendsten sozialen Notlagen in Europa geschildert? Was sind die Worte, die Bilder, die Geschichten, um in vollem Umfang ein Verbrechen zu beschreiben, für das ein großer Teil der Kommunikation, von der Presse, der Rechtsprechung bis zur öffentlichen Meinung, noch immer mit alten kulturellen Hinterlassenschaften und Klischees behaftet ist?

Um über dieses Thema zu sprechen, haben wir den Regisseur Irish Braschi, die Journalistin Birgit Schönau und die Anwältin und Vizepräsidentin von „Telefono Rosa“ Antonella Faieta eingeladen.
 

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