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Bei Goethe geht’s!
Wählen Sie Ihren Lieblingsfilm!

Aus 30 deutschen Filmen verschiedener Genres können Sie Ihre Favoriten aussuchen. Haben Sie einen Film in der Vergangenheit verpasst oder Lust auf einen schwarz/weiß Klassiker? Dann sind sie bei uns genau richtig. Ob aktuelle Kinofilme, Highlights aus den letzten Jahren oder einfach der Lieblingsfilm, bei Goethe hat man die (Aus)wahl.

Was müssen Sie tun? So einfach geht’s: Schauen Sie sich die Titel hier unten an, dann können Sie per Mausklick Ihren Favoriten aussuchen – jeweils drei Filme pro Vorführdatum. Der meistgeklickte Titel wird dann am angegebenen Datum im Kinosaal des Goethe-Instituts zu sehen sein. Aus unserem Newsletter erfahren Sie, ob Sie ins Schwarze getroffen haben oder nicht! Und falls Ihnen das Glück nicht hold war, so können Sie es beim nächsten Mal erneut versuchen!

Wenn Sie weitere Titel vorschlagen möchten, gerne! Sofern sie im Archiv vorhanden sind und öffentlich ausgestrahlt werden dürfen, werden wir diese in unsere Filmauswahl aufnehmen.
Filmforum-Termine 2020:

(30. Januar) – (13. Februar) – 5. März* – 19. März*– 2. April* – 7. Mai* – 21. Mai* – 11. Juni* – 25. Juni* –  9. Juli* –  23. Juli*.
*bis auf weiteres verschoben

Viel Spass!
 

Filmauswahl

M - Eine Stadt sucht einen Mörder Foto: © Nero Film Regie: Fritz Lang
Deutschland 1931, s/w, 98 Min., Originalversion mit it. Untertiteln
 
Ein Kindermörder bedroht das friedliche Dasein in Berlin, beunruhigt die Bevölkerung, und die Ermittlungen der Polizei hindern die Gauner beträchtlich bei ihren einträglichen Geschäften. Daher macht sich die organisierte Verbrecherwelt parallel zu den Ordnungshütern auf die Suche nach dem pathologischen Täter. Den Ganoven gelingt es tatsächlich, ihn zu fassen, und er kommt vor ein Unterweltgericht, das ihn zum Tode verurteilt. Bevor der Mörder hingerichtet wird, erscheint jedoch die Polizei und nimmt ihn „im Namen des Gesetzes” fest.
 
Menschen am Sonntag Foto: © Stiftung Deutsche Kinemathek Regie: Robert Siodmak
Deutschland 1929, s/w, 73 Min., Originalversion mit Zwischentiteln

Das Wochenende von fünf jungen Berlinern aus einfachen Verhältnissen. Weinvertreter Wolfgang lernt Christl kennen und verabredet sich mit ihr am Wannsee, wo er auch seinen Freund Erwin trifft. Christl kommt in Begleitung ihrer Freundin Brigitte.
 
Lili Marleen Foto: © Beta Cinema Regie: Rainer Werner Fassbinder
BRD 1980, Farbe, 120 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Zürich 1938. Roberts Vater, ein einflussreicher jüdischer Anwalt, setzt alles daran, seinen Sohn von der deutschen Barsängerin Wilkie fern zu halten. Der Kriegsausbruch erschwert noch ihr Verhältnis. 1941 erhält Wilkie die Chance ihres Lebens: Eines ihrer Lieder wird zufällig von Radio Belgrad gespielt, dem Sender, der europaweit Nachrichten für deutsche Soldaten verbreitet. Nun erlangt Wilkie Ruhm im ganzen Reich und beginnt einen unaufhaltsamen Aufstieg im kriegsführenden NS-Deutschland. Dank ihres Einflusses gelingt es ihr, Robert vor der Gestapo zu retten, so dass er in die Schweiz fliehen kann.
Die Sehnsucht der Veronika Voss Foto: © Studiocanal Regie: Rainer Werner Fassbinder
Deutschland 1981, s/w, 104 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Inspiriert vom Schicksal des Ufa-Stars Sybille Schmitz erzählt Fassbinder eine düstere Nachkriegsgeschichte: Die drogenabhängige Schauspielerin Veronika Voss kann nicht mehr anknüpfen an ihre früheren Erfolge; sie verzweifelt und begeht, während im Radio der Ostersegen des Papstes zu hören ist, Selbstmord. In diesem Mittelstück seiner Trilogie über die fünfziger Jahre bedient sich Fassbinder souverän der Stilmittel des alten Ufa-Melodrams.
 
Die Stille nach dem Schuss Foto: © Babelsberg Film Regie: Volker Schlöndorff
Germania 2000, Farbe, 102 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Verführt durch ihren Gerechtigkeitssinn und die Liebe zu Andi, wird Rita Vogt in den 1970er Jahren in Westberlin Mitglied einer terroristischen Vereinigung. Nachdem sie einen Polizisten erschossen hat, taucht sie in der DDR unter – die Staatssicherheit verschafft ihr eine neue Existenz. Zwei Welten stoßen aufeinander: der westliche linksradikale Terrorismus und der östliche „real existierende Sozialismus“. Nach 1989 wird beides Geschichte.
 
Der junge Törless Foto: © Seitz Film Regie: Volker Schlöndorff, Drehbuch: Hans-Jürgen Syberberg
Bundesrepublik Deutschland/Frankreich 1966, s/w 84 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Österreich-Ungarn, Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Schüler Törless geht auf ein Internat, das vorwiegend von jungen Männern aus gehobenen Familien besucht wird. Unter den Schülern herrscht eine strikte Hierarchie, die sich unter anderem in verschiedenen Formen der Demütigung niederschlägt. Als Törless und drei seiner Mitschüler erfahren, dass ihr jüdischer Mitschüler Basini wegen Spielschulden zum Dieb geworden ist, nutzen sie dieses Wissen aus, um ihn systematisch zu erniedrigen.
 
Abschied von gestern Foto: © Alexander Kluge Regie: Alexander Kluge
Bundesrepublik Deutschland 1966, s/w, 88 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Anita G., eine Jüdin, kommt „von drüben“ in den Westen. Mit dem Koffer in der Hand trifft sie auf Fremde, die sie ein unbekanntes Land entdecken lassen: die Bundesrepublik im Jahre 1966.
Lola rennt Foto: © X Filme Creative Pool GmbH Regie: Tom Tykwer
Deutschland 1998, Farbe, 81 Min., Originalversion mit it. Untertiteln
 
Ein junger Mann braucht dringend 100.000 Mark, andernfalls wird ihn ein Gangster erledigen. Seine Freundin Lola rennt los, um den Betrag aufzutreiben und ihren Geliebten zu retten. Der junge Regisseur Tom Tykwer erzählt diese Geschichte einer Liebe in drei Variationen mit unterschiedlichem Ausgang. Lola rennt ist vor allem ein Spiel mit den Mitteln des Kinos, aber auch das Dokument eines Lebensgefühls und war einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 1998.
 
Auf der anderen Seite Foto: © Pandora Film Regie: Fatih Akin
Deutschland/Türkei 2006/07, 120 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

„Liebe, Tod und Teufel“ nennt Fatih Akin seine Trilogie, die er mit dem vielfach preisgekrönten, exzessiven Amour-Fou-Melodrama „Gegen die Wand“ (2003) begann, und nun mit einem Sechs-Personen-Rondo fortsetzt, das verblüffenden anders intoniert ist: es fließt ruhig, erzählt balladesk, geht philosophisch in die Tiefe. Sechs Schicksale, die einander auf der Achse Hamburg-Istanbul kreuzen, die sich in der Begegnung mit dem Tod verwandeln und reifen. „Mein spirituellster Film“, sagt Akin.
 
Ich und Kaminski Foto: © X-Verleih GORDON Photography Regie: Wolfgang Becker
Deutschland 2013-15, Farbe, 120 Min., Originalversion mit it. Untertiteln
 
Deutschland in den Neunzigern: Der Kunstkritiker Sebastian Zöllner sucht den großen Erfolg: Er will ein Enthüllungsbuch über Manuel Kaminski schreiben; der einst prominente, nun fast vergessene Maler, Schüler von Matisse und Freund von Picasso hat sich in ein Chalet in Graubünden zurückgezogen und soll längst erblindet sein. Zöllner spürt ihn auf, dringt skrupellos in dessen Leben ein, stiehlt einige seiner späten Bilder und verführt ihn zu einer Reise nach Belgien. Dort soll Kaminskis totgeglaubte Jugendliebe Theresa leben. Unterwegs beginnt Zöllner zu ahnen, dass ihm der alte Mann hoch überlegen sein könnte.
 
Karla Foto: © DEFA Stiftung Regie: Herrmann Zschoche
DDR 1965/66, s/w 134 Min., Originalversion mit it. Untertiteln
Karla Blum kommt frisch von der Universität und soll in einer Kleinstadt im Norden der DDR eine 12. Klasse in Deutsch und Geschichte unterrichten. Karla möchte ihre Schüler zu kritischen, selbstständig denkenden Menschen erziehen, wird aber sehr bald von Direktor Hirte, einem Altkommunisten, in die Schranken des Lehrplanes und der Grundsätze sozialistischer Erziehungsziele verwiesen.
 
Das Wunder von Bern Foto: © Little Shark Entertainment Regie: Sönke Wortmann
Deutschland 2003, Farbe, 117 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Ein anspruchsvolles Zeitbild des Jahres 1954, Der unerwartete Sieg bei der Fußball Weltmeisterschaft in Bern wird verknüpft mit dem harten Alltag im Ruhrpott. Ein Spätheimkehrer muss sich dem zivilen Leben wieder angewöhnen. Ende gut alles gut. Die Bundesrepublik ist Weltmeister und der Familienfriede ist wiederhergestellt.
Der ganz große Traum Foto: © Beta Cinema/Maria Krumwiede Regie: Sebastian Grobler
Deutschland 2011, 109 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

In Anlehnung an die wahre Geschichte des Lehrers und Fußballpioniers Konrad Koch erzählt Der ganz große Traum von den Anfängen des Fußballspiels in Deutschland und von einer Schulklasse, die zu einem richtigen Team zusammenwächst, als der neue Lehrer sie mit seinem Fußballfieber ansteckt. Die Zeitreise führt in eine Epoche, in der an Schulen noch „Zucht und Ordnung“ herrschte und Fußball in den Medien als „englische Krankheit“ bezeichnet wurde.
 
Das Leben der Anderen Foto: © Wiedemann & Berg Filmproduktion Regie: Florian Henckel von Donnersmarck
Deutschland 2005/2006, 137 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Gerd Wiesler, Hauptmann im DDR-Ministerium für Staatssicherheit, wird auf den Autor Georg Dreymann angesetzt; was er bei seiner Abhör-Tätigkeit mitbekommt, führt zu seiner Läuterung.  
 
Phönix © Schramm Film Regie: Christian Petzold
Deutschland 2014, 35mm, 98 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Bald nach dem Ende des II. Weltkriegs kehrt die Jüdin Nelly nach Deutschland zurück, gezeichnet von den schweren Gesichtsverletzungen, die sie in einem Konzentrationslager erlitten hat. Phoenix erzählt die Geschichte einer nicht mehr möglichen Heimkehr und einer wohl für immer verlorenen Identität.  
 
Wer wenn nicht wir Foto: © Markus Jans/zero one film Regie: Andres Veiel
Deutschland, 2010-2011, 124 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Die Anfänge des deutschen Terrorismus, Geschichten einer großen gescheiterten Liebe, der Zerstörung und der Selbstzerstörung: In den frühen sechziger Jahren lernt Bernward Vesper, Sohn des NS-Autors Will Vesper, die Kommilitonin Gudrun Ensslin kennen. Gemeinsam wollen sie die Welt verändern; sie verlieren sich auf ihrem Weg.
 
Wir sind jung. Wir sind stark. © Stephan Rabold - team Worx Television und Film GmbH Regie: Burhan Qurbani
Deutschland 2013/2014, Farbe u. s/w, 128 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Rostock-Lichtenhagen, im August 1992: In einer Plattenbausiedlung kämpfen arbeitslose Jugendliche gegen ihre Langeweile und ihre Frustrationen. Nachts randalieren sie gegen Polizei und Ausländer. Die Auseinandersetzungen werden so bedrohlich, dass sich die Behörden entschließen, die in einem Asylbewerberheim untergebrachten Roma aus Rumänien zu evakuieren. Als potentielle Opfer bleiben die Vietnamesen im sognannten Sonnenblumenhaus zurück. Die Krawalle eskalieren, doch die Polizei zieht sich zurück, es kommt zu einer Nacht der Gewalt – vor den Augen einer gaffenden und applaudierenden Menge. Mit Wir sind jung. Wir sind stark rekonstruiert der junge Filmemacher Burhan Qurbani die berüchtigte Nacht einer nationalen Schande.
 
Vier Minuten Foto: © Piffel Medien Regie: Chris Kraus
Deutschland 2006, Farbe 112 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Eine höchst ungewöhnliche Geschichte, mit ebenso ungewöhnlicher Konsequenz erzählt: Seit Jahrzehnten erteilt Traude Krüger Klavierunterricht in einem Frauengefängnis. Jetzt trifft sie auf die junge Jenny, eine verschlossene junge Frau, die wegen Mordes verurteilt wurde und einst als musikalisches Wunderkind galt. Mit dem Versuch der Lehrerin, ihre Schülerin zum Sieg in einem Musikwettbewerb zu führen, entwickelt sich eine schwierige, widersprüchliche und bis zur letzten Sekunde spannende Beziehung zwischen den beiden Frauen.
 
Herbert Foto: © Wildbunch Regie: Thomas Stuber
Deutschland 2014/15, 109 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Seine größten Erfolge als Boxer hat Herbert Stamm, einst als „Stolz von Leipzig“ berühmt, schon lange hinter sich. Jetzt verdient er seinen Unterhalt als Geldeintreiber und Türsteher. Nebenbei trainiert er den jungen, hoffnungsvollen Boxer Eddy. Seine Tochter hat Herbert schon seit Jahren nicht mehr gesehen, seine Freundin hält er auf Abstand. Er ignoriert die ersten Anzeichen einer schweren Erkrankung, bis ihn die Diagnose einholt: Der hünenhafte Mann ist an ALS erkrankt, einer unheilbaren Störung des motorischen Nervensystems, die unaufhaltsam fortschreitet. Herbert versucht, noch rechtzeitig die Trümmer seines Lebens zu ordnen
Hin und weg Foto: © Wolfgang Ennenbach, Majestic Regie: Christian Zübert
Deutschland 2013/14, 95 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Zunächst haben die Freunde keine Ahnung, warum Hannes als Ziel ihrer jährlichen Radtour ausgerechnet Belgien ausgewählt hat. Als sie unterwegs die Wahrheit erfahren, reagieren sie schockiert: Hannes leidet an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS; dem schmerzhaften Verfall seines Körpers will er zuvorkommen. Ziel der Reise ist ein Sterbehelfer in Ostende. Nach dem ersten Schock rafft sich die Gruppe auf, um mit ihrem todkranken Freund und dessen Frau noch einmal das Leben zu feiern – bis zum unausweichlichen Ende. Unterstützt von großartigen Darstellern gelang es dem Regisseur, statt eines Melodrams ein tragikomisches Road-Movie zu realisieren.
Systemsprenger Foto: © kineo - Weydemann Bros. Yunus Roy Imer Regie: Nora Fingscheidt
Deutschland 2019, 118 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was im Jargon des Jugendamts ein „Systemsprenger“ genannt wird. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei Mama wohnen! Doch die hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien.
Who am I - Kein System ist sicher Foto: © Sony Pictures Releasing GmbH/Jan Rasmus Voss Regie: Baran bo Odar
Deutschland 2013/14, 106 Min, Originalversion mit it. Untertiteln

Benjamin ist unsichtbar, ein Niemand. Dies ändert sich schlagartig, als er plötzlich den charismatischen Max kennenlernt. Auch wenn beide nach außen nicht unterschiedlicher sein könnten, so verbindet sie ein gemeinsames Interesse: Fremde Computer knacken. Ein Spiel mit dem Feuer beginnt. Und es versteht sich von selbst, dass Feuer auch verbrennt.
 
3 Tage in Quiberon Foto: © Peter Hartwig Regie: Emily Atef
Deutschland, Österreich, Frankreich 2016/17, s/w, 115 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Das spießige deutschsprachige Kino der fünfziger Jahre hat kaum einen internationalen Star hervorgebracht; die gebürtige Österreicherin Romy Schneider zählte zu den ganz wenigen Ausnahmen. Mit Sissi und anderen dem Heimatfilm nahestehenden Arbeiten wurde sie populärer, als es ihr lieb war. Erst der Schritt ins Ausland sollte die Schauspielerin von ihrem süßlichen Image befreien. In Frankreich startete sie in den Sechzigern eine neue Karriere, ihre psychischen Probleme blieben. Nur selten hat sie sich dazu öffentlich geäußert – wie 1981 in einem Interview des „Stern“-Reporters Michael Jürgs; die Regisseurin Emily Atef mit hervorragenden Darstellern und fiktiven Elementen nachinszeniert.  
Gundermann Foto: © Peter Hartwig - Pandora Film Regie: Andreas Dresen
Deutschland 2017-18, Farbe, 127 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Gerhard Gundermann (1955-1998) war Baggerfahrer im Braunkohletagebau, Stasi-Spitzel, aber vor allem ein begnadeter Liedermacher mit einer Fangemeinde in der DDR wie auch im Nachwendedeutschland. Regisseur Andreas Dresen widmet sich dieser widersprüchlichen Persönlichkeit in einer sensiblen biografischen Erzählung, ein moderner musikalischer Heimatfilm für Ost- wie auch Gesamtdeutschland.
 
Beuys Foto: © zeroonefilm bpk Ernst von Siemens Kunststiftung Stiftung Museum Schloss Moyland Ute Klophaus Regie: Andres Veiel
Deutschland 2015-17, Farbe u. s/w, 107 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Kaum ein deutscher Kulturschaffender des 20. Jahrhunderts war ähnlich umstritten wie der Aktionskünstler, Bildhauer, Zeichner, Kunsttheoretiker und zeitweilige Professor Joseph Beuys (1921 – 1986). Sein Werk befasste sich mit einem neuen, erweiterten Kunstbegriff, der auch das politische Mitgestalten der Gesellschaft einschloss. Andres Veiel begibt sich mit seinem Dokumentarfilm auf eine umfangreiche Spurensuche; er fördert eine Fülle zum Teil unbekannten Archivmaterials zu Tage und lässt Zeitzeugen wie Klaus Staeck zu Wort kommen. In der Summe entsteht eine Collage aus Bild- und Tondokumenten, die allen Betrachtern einen Zugang zum komplexen Werk von Beuys ermöglicht.

 
Drei Foto: © X-Filme Creative Pool/Berlin Regie: Tom Tykwer
Deutschland, 2009-2011, 119 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Ihre Beziehung hat sich in zwanzig Jahren ein wenig abgenützt; Hanna und Simon scheinen mehr von der Vergangenheit als vom Glauben an die gemeinsame Zukunft zu leben. Dann verlieben sie sich in denselben Mann, und keiner weiß von den sexuellen Abenteuern des Partners. Als die Wahrheit ans Licht kommt, findet das Trio eine überraschende Lösung.  
 
Coming Out Foto: © DEFA Stiftung, Wolfgang Fritsche Regie: Heiner Carow
DDR 1989, Farbe, 112 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Ostberlin, gegen Ende der achtziger Jahre: Philipp, ein junger Lehrer, beginnt eine Liebesbeziehung mit seiner Kollegin Tanja. Seine wirkliche sexuelle Neigung hat er jahrelang verheimlicht, bis in ihm die Wiederbegegnung mit seinem einstigen schwulen Freund Jacob die unterdrückte Sehnsucht erneut bewusst macht. In einer Schwulenkneipe lernt Philipp Matthias kennen und verliebt sich in ihn. Von da an führt der Lehrer ein Doppelleben: Tanja soll nichts von Matthias erfahren, vor Matthias hält er die Beziehung zu Tanja geheim. Das geht nicht lange gut. Coming Out war der erste und einzige Spielfilm der DDR, der sich offen mit dem Thema Homosexualität beschäftige – uraufgeführt am 9. November 1989, am Abend, als die Berliner Mauer fiel.  
 
Dicke Mädchen Foto: © Sehr gute Filme Regie: Axel Ranisch
Deutschland 2011, 76 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Sven lebt mit seiner Mutter Edeltraut in einer Wohnung und teilt mit ihr sogar das alte Ehebett. Wenn er zur Arbeit geht, kommt Daniel und kümmert sich um die an Demenz erkrankte Frau. Eines Tages sperrt Edeltraut ihren Helfer auf dem Balkon aus und haut ab. Gemeinsam suchen Sven und Daniel nach der Verschwundenen. Das könnte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein, würde Sven nicht so klare schwule Neigungen verspüren – und würden auf Daniel nicht Frau und Kind warten. So aber entwickelt sich eine tragikomische Liebesgeschichte. Ihr Happy End verspricht keine Vereinigung, sondern Svens Emanzipation.
 
Verfluchte Liebe deutscher Film Foto: © Susie Knoll Regie: Dominik Graf, Johannes F. Sievert
Deutschland 2016, Farbe und s/w 90 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Ausgangspunkt ist ein indirekter Vorwurf: Die Wortführer des legendären Oberhausener Manifests von 1962, das als Geburtsstunde des „Neuen Deutschen Films“ gilt, wären mit ihren problembeladenen Arbeiten einer freieren und vielleicht unterhaltsameren Entwicklung des inländischen Kinos im Weg gestanden. Dominik Graf richtet seinen Blick auf einige heute fast vergessene Außenseiter von damals, wie Roland Klick und Klaus Lemke. Dabei provoziert er viele Widersprüche, aber diese sind für eine kritische Neubewertung der 60er und 70er Jahre durchaus anregend.  
 
Haus Tugendhat Foto: © strandfilm, Pandora Film Verleih Regie: Dieter Reifarth
Deutschland 2013, Farbe u. s/w, 112 Min., Originalversion mit it. Untertiteln

Der Film erzählt die wechselvolle Geschichte des singulären Bauwerks und seiner Bewohner: Von der Aufbruchsstimmung im prosperierenden Westmähren zwischen den Weltkriegen, der Okkupation durch Nazideutschland, Vertreibung und Emigration der Familie Tugendhat in die Schweiz und nach Venezuela, von den ersten Nachkriegsjahren, in denen das Haus als private Schule für Rhythmik- und Ausdruckstanz diente und den Jahrzehnten danach.  
 
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