Goethe Film Forum:
Regisseurinnen

HANNAH ARENDT © Heimatfilm © Heimatfilm

„Die Frauen haben gerade erst den Mut gefunden, sich selbst und die Gesellschaft mit eigenen Augen zu betrachten”, schrieb 1978 Helke Sander, Regisseurin und Protagonistin des Neuen deutschen Films. Seitdem ist die Präsenz und Bedeutung der Frauen im deutschen Film beträchtlich gewachsen. Sie sind nicht nur Diven vor der Kamera sondern auch Filmschaffende, die mit einer außergewöhnlichen Vielfalt an Themen und Ausdrucksformen wichtige Filme drehen. Dieser jüngsten Produktion der deutschen Regisseurinnen sind der jetzige und der nächste Zyklus des Goethe Film Forums gewidmet.

Die Reihe beginnt mit Western, der Geschichte einer Gruppe deutscher Bauarbeiter In Bulgarien, in der Valeska Grisebach, eine der herausragendsten Vertreterinnen der Berliner Schule die klassische Filmgattung des von einem stark männlichen Blick geprägten Westerns neu interpretiert.
Kirschblüten Hanami, die Reise eines älteren Ehepaars durch Deutschland und Japan, ist dagegen ein filmisch traditionellerer Film von Doris Dörrie, der Autorin einiger gelungener deutscher Filmkomödien, die auch internationale Anerkennung fanden.
4 Könige ist ein origineller und berührender Weihnachtsfilm, der in einer psychiatrischen Klinik spielt. Der Debütfilm der jungen Theresa von Eltz gewann den Preis „Alice nelle città“, der den jungen Regisseur*innen des Römischen Filmfestivals gewidmet ist.
Hannah Arendt erzählt schließlich einen entscheidenden Moment im Leben der großen deutschen Philosophin des letzten Jahrhunderts. Der 1961 in Jerusalem stattfindende Prozess gegen Adolf Eichmann, den die der nationalsozialistischen Vernichtung entkommene Hauptfigur als Journalistin verfolgte und der den Ausschlag für Ihr berühmtes Buch Die Banalität des Bösen. Eichmann in Jerusalem gab. Gedreht und interpretiert von zwei Hauptakteurinnen des deutschen Films: die Regisseurin Margarethe von Trotta und die Schauspielerin Barbara Sukowa, die in Meisterwerken wie Die bleierne Zeit oder Rosa Luxemburg mitwirkte.
 

Mit freundlicher Unterstützung durch die Stadt Turin