Künstlerresidenz Gibt es einen Algorithmus der Imagination?

Artificial Intelligence explorations © Tiz Creel

Mo, 20.09.2021 -
Mi, 20.10.2021

Turin | FabLab / Toolbox Coworking

Gaming Künstlerin Tiz Creel in Turin

Wie würde der Algorithmus der Imagination aussehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die in London lebende Bildende Künstlerin Tiz Creel während einer vierwöchigen Künstlerresidenz in Turin. Als Gast des Turiner Fablabs setzt sie sich im Rahmen des vom Goethe-Institut initiierten KI-Residenz-Programms mit der Schnittstelle von Kunst, Künstlerischer Intelligenz und Spiel auseinander.
 
Im Zentrum ihrer Praxis stehen Medium und Modus des Spiels. Wie verändert sich das Spiel durch Imagination? Wie können wir algorithmische Muster, sowohl in Form von digitalen Programmen als auch im alltäglichen Handeln, durch einen spielerischen Umgang verändern? Wie können wir durch Kunst, Spiel und Künstlerische Intelligenz unsere limitierten und gesellschaftlich unterschiedlich geprägten kognitiven Fähigkeiten erweitern?
Antwort auf diese Suche und Frage erhofft sich Tiz Creel durch intensive Zusammenarbeit mit dem Turiner Fablab, dessen Netzwerk den gemeinschaftlichen Austausch von Wissen fördert und zu Partizipation, spielerischen Experimenten und DIY-Praxis animiert.
 
Mit dem KI-Residenzprogramm möchte das Goethe-Institut einen Dialog von Kunst und Technik sowie einen Dialog über die Grenzen europäischer Länder hinweg anstoßen und einen künstlerischen Zugang zu den aktuellsten Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz fördern. Die aus den Residenzen resultierenden künstlerischen Arbeiten werden im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Dachprojekts Generation A = Algorithmus präsentiert.


Tiz Creel © Foto: Jose Luis Castillo © Foto: Jose Luis Castillo Tiz Creel, geboren 1991, stammt aus Mexiko City und lebt und arbeitet als bildende Künstlerin und Game Designerin in London. Sie studierte Kommunikationswissenschaft in Mexico City und Kunst mit Schwerpunkt auf interaktiven Erlebnissen und Games an der Goldsmiths University in London.
Ihre Arbeiten wurden in Großbritannien, Kroatien, Kanada, Italien, Mexiko und Russland gezeigt. Sie erhielt einen Tranzfusers 2020 & UK Game Fund für die Kreation eines Videospiels zu philosophischen Konzepten sowie 2019 einen Auftrag für Projektrecherche an der Universität Guadalajara zur Förderung von Lesen und Schreiben als soziale Inklusionsstrategien.


Logo FabLab Torino © FabLab Torino Fablab Turin, das erste seiner Art in Italien und ansässig in den Räumen des Toolbox Coworking, ist eine digitale Werkstatt, ein Sammelpunkt für alle Kreativschaffenden, Erfinder, Gestalter, Techniker, Mentoren. Ein Ort, an dem die Koordinaten für Künstliche Intelligenz zusammenfinden und sich in ihren verschiedenen Ausdrucksformen fördern und potenzieren. Das Fablabnetzwerk ist eine offene kreative Community, die mehr als einhundert Länder und 1750 Fablabs auf der ganzen Welt umspannt. Fablabs bieten ein breites Spektrum an Lernprogrammen für alle Altersgruppen und professionelle digitale Infrastrukturen für das Experimentieren und Selbermachen.
 

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