Gespräch Eine neue Spiritualisierung der Welt. Mensch und Natur

Biennale Democrazia Foto: Courtesy Biennale Democrazia

Sa, 09.10.2021

11:30 Uhr

Turin | OGR

Andreas Weber im Gespräch mit Nicla Vassallo

In der Jahrhunderte alten strengen Unterscheidung zwischen einem wissenden Subjekt und einem Objekt des Wissens hat die abendländische Wissenschaft die lebensnotwendige Beziehung zwischen Mensch und Natur vernachlässigt, die hingegen fast alle animistischen Kulturen durchdringt. Angesichts der Radikalität  der Umweltkrise stellen sich Biologie, Philosophie und Anthropologie heute die Frage, ob unsere Theorien und Praktiken diese antike animistische Kenntnis der Vitalität nicht wieder wertbar machen sollen, um der materiellen Welt Subjektivität, Gefühl und Personalität angedeihen zu lassen.
 

Videoaufnahme des Gesprächs mit Andreas Weber





Andreas Weber © Florian Büttner © Florian Büttner Andreas Weber, Autor und Journalist, wurde 1967 in Hamburg geboren und studierte Biologie und Philosophie in Berlin, Freiburg, Hamburg und Paris. Er schreibt u.a. für GEO, Die Zeit, FAZ und National Geographic und hält regelmäßig Vorträge und Seminare. Weber ist Dozent an der Universität der Künste Berlin und Gastdozent an der Università di Scienze Gastronomiche von Pollenzo. Zu seinen zahlreichen Publikationen gehören unter anderem Lebendigkeit. Eine erotische Ökologie (Kösel 2014), Enlivenment. Eine Kultur des Lebens. Versuch einer Poetik für das Anthropozän (Matthes & Seitz 2016) und Warum Kompromisse schließen (Dudenverlag 2020). Viele seiner Veröffentlichungen wurden in mehrere Sprachen übersetzt.


Nicla Vassallo lehrt Theoretische Philosophie an der Universität Genua. Sie ist Mitglied des Nationalen Forschungsrats CNR und des Alumni King's College, London. Sie ist Autorin und Herausgeberin von über 150 Publikationen. Für ihre bei Feltrinelli 2011 erschienene Veröffentlicung Per sentito dire. Conoscenza e testimonianza [Vom Hörensagen. Wissen und Zeugenschaft] erhielt sie den Preis "Filosofia" von Syrakus.
 

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