Flucht und Ankunft
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BESTIMMT WIRD ALLES GUT, von Kirsten Boie © Klett Verlag

Flucht & Ankunft

Initiativen in Turin im Rahmen des Goethe-Institut-Projekts „Migration und Integration“

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Migration ist ein zentrales Thema für das Goethe-Institut weltweit. 64 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Diese Situation verändert die politische Landschaft in Europa und Deutschland sehr stark, und gerade in Deutschland hat sie eine Hilfs- und Aufnahmebereitschaft zu Tage gebracht, die in diesem Ausmaß wohl niemand erwartet hätte.
Als Ankunfts- und Durchgangsland ist Italien von der Flüchtlingsproblematik seit Jahrzehnten geprägt, und die damit verbundene humanitäre Krise hat Norden und Süden des Landes nachhaltig gekennzeichnet.

In seinem Webportal Migration und Integration informiert das Goethe-Institut über Facetten gegenwärtiger Migrationsbewegungen und Migrationsdiskurse und möchte unter dem Motto share if you care den Austausch darüber befördern. Flüchtlinge werden in unserer Kulturarbeit integriert und wir entwickeln digitale Sprachangebote, die es den Neuankömmlingen ein wenig leichter machen sollen, sich in ihrer neuen Umwelt zu Recht zu finden; darüber hinaus wurde mit Hilfe des Goethe-Instituts eine Ankommen-App als Wegbegleiter für die ersten Wochen in Deutschland entwickelt. Deutsche Verlage publizieren neue Bilderbücher, die den Kindern die Themen Flucht, Krieg und Rassismus näherbringen, und mit einem speziellen Fitnessformat trainiert der Social Muscle Club in Berlin die sozialen Muskeln, die es braucht, um trotz Scheu und Unsicherheit in Kontakt mit Fremden zu kommen.

Auch das Goethe-Institut Turin widmet sich ab Herbst 2016 verstärkt den Themen Flucht, Ankunft und Zusammenleben: Migration und interkultureller Dialog stehen nämlich im Mittelpunkt des nächsten Goethe Film Forums. Dokumentarfilme zur Situation in Deutschland werden auch im Rahmen anderer Turiner Filmprogramme gezeigt, Wortveranstaltungen und Theater-Performances werden den Fokus Migration und Flucht weiter vertiefen und einen Austausch über Initiativen und Konzepte ermöglichen, die eine erweiterte europäische Perspektive auf das Phänomen zulassen.