Tagungen Die Erfindung Europas

Die Erfindung Europas © Teatro Stabile di Genova

24. September bis 5. November 2017, 11 Uhr

Teatro della Corte

Piazza Borgo Pila, 42
Genua

“Europa ist nicht etwas, das man entdeckt, es ist eine Mission, etwas zum Schaffen, zum Gestalten, zum Aufbauen, für das es Einfallsreichtum, Determination und harte Arbeit benötigt. Vielleicht sogar eine Arbeit, die niemals beendet ist, eine Gesamtherausforderung, eine Perspektive, die für immer außerordentlich bleibt. Obwohl es viele Geschichten gibt, die auch voneinander abweichen, ist Europa in allen gleichermaßen ein Ort der Abenteuer. Abenteuer, wie die endlosen Reisen, die begonnen wurden um es zu entdecken, zu erfinden, zu evozieren.“ Zygmunt Bauman, Europa: Ein unvollendetes Abenteuer

Zur Aufführung der Stücke “Das Ende Europas” und “Der Name der Rose” in den Theatern Corte und Duse, präsentieren das Stadttheater Genua und der Verlag Editori Laterza, die Produzenten, in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Genua, eine neue Ausgabe von Lezioni di storia (Geschichtsstunden), die der „Erfindung Europas“ gewidmet sind.

Sechs Treffen an sechs Sonntagmorgen um ohne Vorurteile und nationalistische Auffassungen über Europa als Idee und wie diese entstand, zu reflektieren. Sechs Themen und Momente, die unseren Kontinent stark geprägt haben: ein Europa aus Abkommen und großen Idealen, das unsere Vergangenheit, aber vor allem unsere Zukunft birgt.

 

Programm

Sonntag, 24. September

Andrea Giardina

DER MYTHOS – Europa zwischen Ost und West

«Europa» entspringt aus einem der schönsten griechischen Mythen und von der Antike bis heute hat es nie aufgehört Künstler und Poeten in seinen Bann zu ziehen. Seine Botschaften sind vielfältig, aber über allen schweben die dramatischen historischen Beziehungen zwischen dem Osten und dem Westen.

 

Sonntag, 1. Oktober

Alessandro Barbero

DER FEIND - 732. Karl Martell siegt in Poitiers über die Araber

Der Sieg von Karl Martell in Poitiers im Jahr 732, einem Zeitpunkt, zu dem sich die Europäer zum ersten Mal als solche bezeichneten und somit von den Arabern abgrenzten.

 

Sonntag, 8. Oktober

Amedeo Feniello

DAS GELD - 1253. Von den Kreuzzügen zu den Banken

Ein großer König, Ludwig IX. von Frankreich, hat soeben in Acri einen harten Rückschlag im Rahmen der Kreuzzüge hinnehmen müssen und benötigt in der Folge Männer und Geld. Wer kann helfen und finanzielle Unterstützung bieten? Neue Männer erscheinen auf der Bildfläche: Piacenzas, Genuesen, Toskaner, welche den Grundstein legen für eine Gesellschaft des Geldes.

 

Sonntag, 22. Oktober

Giulio Giorello

DAS BEWUSSTSEIN - 1633. Die Verurteilung Galileos

Die Verurteilung Galileos im Jahr 1633 ist gleichzeitig Ausdruck der Unterdrückung der Gedankenfreiheit und Wendepunkt der Wissenschaftskultur in ganz Europa.

 

Sonntag, 29. Oktober

Alberto Mario Banti

DIE NATION - 1848. Der patriotische Aufstand

Im Jahr 1848-49 blickt Europa auf Aufstände zurück, welche die Machthaber und bisherigen Garanten der Ordnung in der Restauration angriffen. Poltische Versammlungen, Aufstände, bewaffnete Übergriffe in den Straßen, gewaltsame Unterdrückung: ein neues Europa nimmt Form an, bewohnt von Völkern, die ihr Schicksal bestimmen.

 

Sonntag, 5. November

Valerio Castronovo

TRAUM UND REALITÄT - 1941/2017. Vom Manifest Ventotenes bis heute

Für ein freies und vereintes Europa ist der Titel des Manifests, welches Ernesto Rossi und Altiero Spinelli während ihrer faschistischen Verbannung auf der Insel Ventotene verfasst haben. Eine zu der Zeit unglaublich revolutionäre Idee, bedenke man, dass das Manifest in den düsteren Zeiten des Zweiten Weltkrieges, auf einem geteilten und von den Truppen zerbombten Kontinent, entstand.

 

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