Theater Jenseits der Mauern

Collage Fotos: Teatro Out Off

14.11.-8.12.2019

Teatro Out Off

Via Mac Mahon 16
Mailand

Osteuropäische Trilogie

Dreißig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, widmet das Teatro Out Off, in Zusammenarbeit mit dem Farneto Teatro, diesem Ereignis, dass die internationalen Gleichgewichte für immer verändern sollte, das Projekt Trilogia dell’Est Europa von Maurizio Schmidt und Elisabetta Vergani.
Mit der Schirmherrschaft des Tschechischen Kulturinstitut Mailand und des Goethe-Instituts Mailand
 
  • Vom 14. bis 24. November 2019 (Italienische Uraufführung)
Memorandum - von Václav Havel
Übersetzung von Gian Lorenzo Pacini; Regie: Maurizio Schmidt; mit Sebastiano Bronzato, Ludovico Fededegni, Lorenzo Frediani, Luca Mammoli, Valentino Mannias, Silvia Valsesia, Elisabetta Vergani; Musikalische Aufnahmen: Ramberto Ciammarughi; Bühnenbild: Silvia Tramparulo in Zusammenarbeit mit Cristina Colombo; Bühnenaufbau: Federico Fedostiani; Licht: Luigi Chiaromonte; Organisation: Marta Ceresoli und Davide Pansera; Pressebüro: Out Off und Maddalena Peluso

Eine lustige und surreale Komödie, eine wahrhaftige verbale Extravaganz. Die Redensart von Hàvel beschreibt die Struktur der Angst und spielt dabei mit einer sehr persönlichen Geometrie. Er erstellt eine mathematische Gleichung, welche die Banalität der Sprache hervorhebt, um den Totalitarismus und seine Auswirkungen auf die menschlichen Beziehungen, die Vergötterung des Fortschritts, die Entmenschlichung, den Zerfall von Hoffnungen, die Angst und den Sinn der Schuldzuweisung darzustellen. Das Gefühl der zukünftigen „Revolution aus Samt“ ist bereits seit dem Berliner Mauerfall weit verbreitet.

 
  • Vom 26. November bis 1. Dezember und vom 5. Dezember bis 8. Dezember 2019
Verso Cassandra - von Homer bis Christa Wolf
Dramaturgie und Regie: Maurizio Schmidt; mit Elisabetta Vergani; Percussion und Gesang: Danila Massim

Dreißig Jahre nach dem Berliner Mauerfall ist der Mythos um Cassandra noch immer in der Lage, Geister der Zensur und Unterdrückung hervorzurufen. Es ist ein Anruf an die Antike, eine Verbindung zwischen zwei Frauen im Laufe der Zeit. Die Dramaturgie entspringt einerseits den Anregungen der Ilias und andererseits dem Roman von Christa Wolf. Die Inszenierung ist die Begegnung zwischen der Arbeit einer Schauspielerin inmitten ihrer expressiven Reife und einer sehr talentierten ethnischen Schlagzeugerin.

 
  • Am 3. und 4. Dezember 2019 (Italienische Uraufführung)
L’Orazio - von Heiner Müller
Übersetzung: Saverio Vertone; Regie: Maurizio Schmidt; mit Maurizio Schmidt; am Klavier Ramberto Ciammarugh; Licht: Luigi Chiaromonte; Organisation: Marta Ceresoli und Davide Pansera; Pressebüro: Out Off und Maddalena Peluso

Es ist eine Legitimation, angesiedelt in einem alten Rom des Denkens, erzählt von einer unbestimmten moralischen Einheit. Ein Drama das darauf abzielt, zu erkennen, dass Wahrheit immer unrein ist, aber mit reinen Worten ausgedrückt, ist es eine rücksichtslose Parabel gegen die Verfälschung von Sprache, eine dramatische Reflexion über das Netz von Verbindungen, die zwischen Realität und Sprache bestehen. Es ist die Geschichte der Schwierigkeiten, denen eine Gemeinschaft begegnet, um die blutigen Ereignisse des Krieges unparteiisch zu erzählen.


Uhrzeiten der Aufführungen:
Dienstags, Mittwochs und Freitags 20.45 Uhr,
Donnerstags und Samstags 19.30 Uhr, Sonntags 16.00 Uhr

Weitere Informationen und Rahmenprogramm auf der Homepage des Teatro Out Off

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