Schnelleinstieg:
Direkt zum Inhalt springen (Alt 1)Direkt zur Sekundärnavigation springen (Alt 3)Direkt zur Hauptnavigation springen (Alt 2)

Entrepreneurship-Training: Zukunftssichere Bildung für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte

Entrepreneurship-Training
Foto: Roqia Al-Shami © Goethe-Institut

Um „Entrepreneurship Education“ in Jordanien weiter zu fördern, fand Ende August eine Train-the-Trainer-Fortbildung für Lehrkräfte statt. Dabei betonten die Teilnehmenden die Relevanz von Wirtschaftsbildung für Jugendliche.

von Brigitte Brand

AMMAN – „Die Förderung von Entrepreneurs wird eine große Rolle für Jordaniens Wirtschaft spielen. Sie sind diejenigen, deren Businessprojekte helfen werden, viele gesellschaftliche und Arbeitsmarkt-relevante Probleme zu lösen“, sagt Sawsan Zayed, Lehrerin für Entrepreneurship und Business am Islamic Educational College. „Entrepreneurship heißt Erfolg, es heißt Zukunft, […] und die Lösung für wahre Probleme, die uns im Leben begegnen. Jeder sollte darüber Bescheid wissen“, fügt die Lehrerin hinzu. Zayed war eine der jordanischen Lehrerinnen, die an einer fünftägigen Weiterbildung zum Thema Entrepreneurship an Schulen in Jordanien teilgenommen hat.
 
Das Goethe-Institut Jordanien ist davon überzeugt, dass Entrepreneurship den Weg in eine erfolgreiche Zukunft ebnen kann. Gemeinsam mit dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB, Universität Oldenburg) und in Zusammenarbeit mit dem der Queen Rania Teacher Academy (QRTA) und sechs lokalen Oberschulen stellt es das Projekt „Entrepreneurship im schulischen Alltag Jordaniens“ vor. Im Rahmen dieses Projekts, das vom Auswärtigen Amt finanziert wird, soll ab dem Jahr 2020 ein
kooperatives und professionellen Lehrkräfteweiterbildungsprogramm etabliert werden. Darin sollen Lehrerinnen und Lehrer nicht nur erfahren, wie sie Wirtschaftsbildung und die Grundlagen von Entrepreneurship vermitteln, sondern wie sie selbst als Trainerinnen und Trainer diese Fähigkeiten an Kollegen und Kolleginnen weitergeben können.
 
Insgesamt vier Lehrkräfte – von der örtlichen Ahliyyah-Schule für Mädchen, Bishop-Schule für Jungen, den Al Assriyya Schulen und dem Islamic Educational College (Jubaiha und Jabal Amman) – und sechs Trainer*innen der QRTA nahmen am digitalen Train-the-Trainer-Event teil. Auch im Jahr 2021 soll die Weiterbildung zum Thema Entrepreneurship im Rahmen des Goethe-Institut Projekts mit ihnen als Teilnehmende weitergehen.
 
Dana Abu Sara, ein Mitglied der QRTA, ermutigt Schülerinnen und Schüler, sich mit Entrepreneurship auseinanderzusetzen, wenn sie sich eine erfolgreiche Zukunft sichern wollten. Sie berichtet, dass viele nach der Schule die Stabilität eines Jobs im öffentlichen Dienst suchten. Wenn Schüler*innen sich jedoch „die Herausforderungen um sie herum anschauen, dann können sie daraus viel Inspiration für neue Ideen schöpfen“ und ihre eigenen Projekte entwickeln, die zur Lösung von Problemen beitragen.

ENTSCHEIDENDE SKILLS

Die Lehrerinnen und Lehrer waren sich einig, dass es einige Kompetenzen gebe, die „entscheidend“ für Entrepreneurs seien, wie Problembewältigung, kritisches Denken und Kommunikation. „Sie müssen Kreativität bei der Lösung von Problemen mitbringen“, sagt Abu Sara über die zukünftigen Erwartungen an Schüler*innen.

DIE ROLLE DER WIRTSCHAFTSBILDUNG

Die Teilnehmenden verwiesen auf die Bedeutung der Wirtschaftsbildung für den ökonomischen Erfolg eines Landes. So fordert Amjaad Abu Hilal, Lehrerausbilderin an der QRTA, dass Wirtschaftsbildung als Hauptfach statt nur als Nebenfach gelehrt werden sollte. Ihre Kollegin Randa Dawood schließt sich ihr an und beschreibt Wirtschaftsbildung als „überlebenswichtig“: „Wirtschaftsbildung braucht man, um in dieser Welt zu überleben“, sagt sie.

WERTVOLLES TRAINING

Mehrere Teilnehmende bestätigten, dass die Trainingsmaßnahme des Entrepreneurship-Projekts sie mit wichtigen Kompetenzen und viel Hintergrundwissen über Entrepreneurship ausgestattet habe, wie zum Beispiel die Erstellung von Businessplänen und Durchführung von Marktanalysen.
 
Dima Hijazin, eine Kunstlehrerin an der Ahliyyah-Schule für Mädchen und der Bishop-Schule für Jungen, freute sich sehr, an der Weiterbildung teilnehmen und so erfahren zu können, wie Entrepreneurship als Thema in den Unterricht eingebracht werden kann. „Jedes Problem in unserer Gesellschaft ist eine Herausforderung, die es gilt in eine Chance zu verwandeln“, fügt sie hinzu.
 
Randa Dawood von QRTA betont, sie habe eine ordentliche Dosis Inspiration im Training erhalten: „Ich bin jetzt motiviert zu versuchen, Lehrkräfte in Entrepreneurs zu verwandeln, sodass sie selbst diese Kompetenzen an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben können. Ich freue mich auch darauf, meinen Schülerinnen und Schüler nicht nur die Theorie von Entrepreneurship, sondern auch praktische Fähigkeiten wie Lösungsentwicklung beizubringen und ihre Kreativität zu fördern“.
 
Hier bezeichnet sie internationale Kooperation als „wesentlich“, insbesondere während der COVID-19 Krise, die die Gelegenheit biete, bei der Lösung globaler Herausforderungen zusammenzuarbeiten. Die bilaterale deutsch-jordanische Kollaboration zum Thema Entrepreneurship ist ein Schritt in diese Richtung.

Top