Das Unterbewusste sichtbar machen Aya Onoderas und der Puls des Meeres

Aya Onodera und ihr Atelierpartner
Aya Onodera und ihr Atelierpartner | Foto: © Caroline Bergmann

In ihren mythischen Bildern holt Malerin Aya Onodera (*1984) das Unterbewusste an die Oberfläche und drückt das Unaussprechliche aus, das uns nachts im Traum in Atmen hält, aber tags der Sprache entzieht.

Nach Abschluss ihres Kunststudiums in Tokyo, kam die Künstlerin 2005 nach Berlin, um ihre Studien an der Universität der Künste und als „Artist in Residence“ in Leipzig und in Veria fortzusetzen. Nach den verehrenden Auswirkungen des Tohoku-Erdbebens 2011, bei dem ihre Heimatstadt Kesenuma durch den Tsunami fast vollständig zerstört wurde, arbeitete sie die Katastrophe auf ganz persönliche Art auf. In der ausgezeichneten Bilder-Serie „Die Meerader“ spiegelt  Onodera den Fluss des Lebens melancholisch und eindringlich auf gigantischen Leinwänden wider.