Anahita Razmi
Bildende Kunst

Anahita Razmi (geb. 1981, lebt in Berlin) beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Fragen der kulturellen Identität, politischen Bedingungen, Bildgedächtnis und Stereotypen im zeitgenössischen Spannungsfeld von Orient und Okzident.
 
Anahita Razmis Arbeiten wurden u.a. in Einzelaustellungen in Dubai,  Hannover und Tehran sowie in zahlreichen Gruppenausstellungen gezeigt. 2011 erhielt sie den Emdash Award der Frieze Foundation in London.
 
Bei ihrem Aufenthalt in der Villa Kamogawa suchte Anahita Razmi am Beispiel iranischer Einwanderer in Japan nach Formen einer iranisch-japanischen Mischkultur und entwickelte auf dieser Basis verschiedene Objekte und Bilder. Hintergrund war dabei  der historische Austausch zwischen Japan und dem Iran, u.a. der Handel zwischen Japan und Persien zu Zeiten der Seidenstraße. Aus dieser Zeit sind kulturelle Mischobjekte bekannt: Persische Teppiche finden sich beispielsweise unter den Dekorationen der 32 Festwagen (Yamaboko) in der traditionellen Parade des Gion Festivals in Kyoto. Im Kōdaiji Temple in Kyoto befindet sich ein japanischer Mantel, der aus einem persischem Seidenteppich des 16. Jahrhunderts gefertigt ist.

Kalender

19.09.2015
Creators@Kamogawa

„Kulturelle Identität“

15 Uhr – Goethe-Institut Villa Kamogawa, Saal | Diskussion

20.11.2015
Multikulturtag – Deutschlands kulturelle Vielfältigkeit erleben

Symposium „Immigration und Integration in Deutschland“ und Begleitprogramme

14-23 Uhr – Goethe-Institut Tokio | Video, Symposium, Diskussion und Party

28.11.2015
Creators@Kamogawa

„Künstler und ihre Verwandlungen“

15 Uhr – Goethe-Institut Villa Kamogawa, Saal | Diskussion