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Felix Brecht, Produktplaner E-Mobility

Ich verstehe mich in Japan immer auch ein Stück weit als „Botschafter“ meines Heimatlandes. Daher ist es meiner Meinung nach wichtig, seinen ganz persönlichen Beitrag zur Verbesserung interkultureller Beziehungen zu leisten.

In meiner vorherigen Position als Vorstandsassistent und in meiner aktuellen Position als Produktplaner in einem deutschen Automobilunternehmen in Japan gehören die Pflege von deutsch-japanischen Beziehungen und das Vermitteln von kulturellen Besonderheiten ja praktisch ohnehin zum Berufsalltag. Im Rahmen von verschiedenen grenzübergreifenden Projekten und auf Dienstreisen fungiere ich oft als Vermittler und Erklärer von kulturellen Besonderheiten, um so das Verständnis des jeweiligen Gegenübers zu stärken.

Felix Brecht © Felix Brecht Um in einem fremden Land zu leben ist es unabdingbar, eine gewisse Bereitschaft zur kulturellen Anpassung mitzubringen. Die Herausforderung in Japan besteht darin, sich als Deutscher nicht zu sehr zu „japanisieren“. Eine gesunde und respektvolle Balance zwischen heimischen und fremden Werten und Normen ist keinesfalls leicht. Oft beobachte ich hochmotivierte Japanologiestudierende, die sich in ihrem Praktikum letztlich japanischer verhalten als so mancher „Salaryman“ und sich somit ausgezeichnet in die hierarchisch geprägte japanische Arbeitskultur einfügen.

Auslandserfahrungen tragen nicht nur dazu bei, den eigenen Horizont zu erweitern und das persönliche Weltbild zu schärfen. Sie geben einem auch die Chance, persönliche, meist kulturell bedingte, Stärken und Schwächen zu identifizieren. Japaner und Deutsche können nämlich in vielerlei Hinsicht noch sehr viel voneinander lernen. An diesem Lernprozess aktiv teilzunehmen macht jeden Tag aufs Neue Spaß und ist daher jedem jungen Deutschen und Japaner zu empfehlen.

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