Beiträge aus Japan Berlinale 2019 und Berlinale Talents
Am 17. Januar gaben die Internationalen Filmfestspiele Berlin abschließend bekannt, welche Filme im Berlinale-Wettbewerb 2019 laufen werden. Japan gehört zwar nicht zu den 25 Ländern, in denen die Wettbewerbsbeiträge produziert wurden – dafür wurden drei japanische KünstlerInnen zum Nachwuchsformat Berlinale Talents eingeladen.
2017 lief Mr. Long im Wettbewerb um den Goldenen Bären. Verantwortlich für die Kamera bei dieser internationalen Produktion zwischen Japan, Hongkong, Taiwan und Deutschland war Koichi Furuya, der auch als Regisseur tätig ist.
Gray ist spezialisiert auf internationale Zusammenarbeiten. So entstand der Langfilm Magic Kimono als erste Ko-Produktion zwischen Japan und Litauen überhaupt und wurde von den Städtepartnern Kobe und Riga unterstützt. To the Ends of the Earth wiederum wurde komplett in Usbekistan gedreht. Drehbuch und Regie übernahm der angesehene japanische Regisseur Kiyoshi Kurosawa.
Die Dritte im Bunder der japanischen Talents ist die Regisseurin und Fotografin Yokna Hasegawa. Ihr Kredo lautet nicht umsonst „Toward the most dangerous films ever“: Sie ist der kreative Kopf hinter der Filmreihe Japanese Year Zero, die ein dunkles, trostloses Bild Japans in einer nicht allzu fernen Zukunft zeichnet. Bisher erschienen sind DUAL CITY (2016) und illuminations (2014). Unter dem Pseudonym Yokna Patofa veröffentlicht sie zahlreiche Video-Essays.
Mit Talents Tokyo kommt das Nachwuchsformat der Berlinale auch nach Japan: Während des TOKYO FILMeX Festivals erhalten 15 RegisseurInnen und ProduzentInnen aus Ost- und Südostasien die Gelegenheit, ihre Filme Experten und Akteuren der lokalen Filmindustrie vorzustellen und an Trainings und Exkursionen teilzunehmen. Das Goethe-Institut Tokyo unterstützt Talents Tokyo offiziell.