Anna Hentschel (geb. 1982) studierte Bühnenbild und ist Mitglied des interdisziplinären Künstlerkollektivs „Invisible Playground“ in Berlin, das ortsspezifisch (i.d.R. im öffentlichen Raum) spielerische Formate entwickelt.
Kerem Jehuda Halbrecht (geb. 1978) ist Architekt und „social developer“ und war u.a. als strategischer Architekturberater und Kurator für Architekturausstellungen tätig. Er gründete „72 Hour Urban Action“, einen Wettbewerb für Architektur in Echtzeit. Zusammen mit Designern und Anwohnern realisierte 72HUA in Europa und im Nahen Osten bislang mehr als 40 Interventionen im urbanen Raum.
In ihrer Arbeit beschäftigen sich Anna Hentschel und Kerem Jehuda Halbrecht u.a. mit der Frage, wie Architektur zu einem spielerischen Miteinander unterschiedlicher Altersgruppen und Menschen mit unterschiedlichem sozialen und kulturellen Hintergrund anregen kann. Können Game Design-Techniken Stadtplanungsprozesse transparenter machen und Beteiligung bzw. „active citizenship“ erleichtern? Bei ihrem Aufenthalt in der Villa Kamogawa untersuchten sie die Möglichkeiten für eine solche spielbare und Partizipationsprozesse verstärkende Architektur im japanischen Kontext.