Julian Weber (geb. 1986) studierte u.a. Bildhauerei in Wien und zeitgenössischen Tanz und Choreografie an der Universität der Künste in Berlin und in Amsterdam. Seine Arbeit als Bildender Künstler, Tänzer und Choreograf, u.a. auch in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Boris Charmatz Meg Stuart und Tino Sehgal wurde europaweit von wichtigen Veranstaltern präsentiert.
In Kyoto beschäftigte sich Julian Weber mit der traditionellen japanischen Teezeremonie und der Blumensteckkunst Ikebana von einem aktuellen choreografischen und bildhauerischen Standpunkt aus. Aus dieser Beschäftigung heraus stellte er im März 2017 in der Villa Kamogawa seine Performance „Fragmente von etwas was ich nicht betonen kann“ als „work in progress“ vor. Zeitgenössische und traditionelle Ästhetiken und Körper werden dabei aus ihrem konventionellen Kontext herausgelöst, transformiert und in einen Dialog gebracht. So werden neue Perspektiven auf das Traditionelle eröffnet und diese nutzbar gemacht für eine aktuelle Auseinandersetzung mit der gegenseitigen Formung von Objekt und Körper.