Ari Benjamin Meyers studierte Dirigieren und Komposition an der Juilliard School, der Yale University und dem Peabody Institute. Ein Fulbright-Stipendium führte ihn Ende der neunziger Jahre nach Berlin, wo er bis heute lebt und arbeitet. Seine Werke untersuchen Strukturen und Prozesse, die den performativen, sozialen und ephemeren Charakter von Musik neu definieren, sowie die Beziehung zwischen Ausführenden und Publikum.
Seine Arbeiten wurden international an bedeutenden Institutionen, Festivals und Biennalen gezeigt, darunter die Shanghai Biennial (2026), KINDL Berlin (2025), Kunstverein Braunschweig (2025), Fondazione In Between Art Film (2024), Steirischer Herbst (2024), MUDAM (2023), Berliner Festspiele (2023), Festival d'Avignon (2023), Hamburger Kunsthalle (2022), Theatertreffen Berlin (2022), MAAT Lissabon (2021), Kunstsammlung Gera (2021), Neues Museum Nürnberg (2020), VAC Foundation Moskau (2019), Pinault Collection/Punta della Dogana Venedig (2019), Liverpool Biennial (2018), Witte de With Rotterdam (2018), Biennale de Lyon (2017), Lenbachhaus München (2017) und Hamburger Bahnhof Berlin (2016).
Während seines Aufenthalts an der Villa Kamogawa beginnt Meyers ein neues Werk mit dem Arbeitstitel „Fugue States". Im Fokus stehen Zeit, Erinnerung, Musik und Ritual, wie sie sich in Japan ausdrücken. Dafür arbeitet er mit Seniorentagesstätten in der Region Kyoto zusammen, interviewt und filmt professionelle sowie Laien-Musiker und -Sänger mit unterschiedlichen Demenzstadien, während sie gemeinsam eine neue Performance proben.