Patrik Thomas (*1986) ist Filmemacher und Medienkünstler in München und Lissabon. Er studierte Medienkunst an der Akademie der Bildenden Künste München bei Julian Rosefeldt, Olaf Nicolai und Klaus vom Bruch, war Meisterschüler bei Clemens von Wedemeyer an der HGB Leipzig und forschte als Stipendiat an der Universität São Paulo zu brasilianischem Cineclubismo.
Seine Filme wurden international gezeigt. BOALÂNDIA (2024, mit Mathias Reitz Zausinger) feierte Premiere bei der Mostra São Paulo und lief beim Lichter Filmfest Frankfurt und DOK.fest München. Für TAIWASTE erhielt er den FFF-Förderpreis der Kurzfilmwoche Regensburg, außerdem den Leonhard-&-Ida-Wolf-Kunstpreis München, den Deutsch-Französischen Kunstpreis und den Videokunstförderpreis Bremen. Mit CINÉ VÉLO CITÉ realisierte er über 70 Vorführungen im Münchner Stadtraum. Er lehrt u. a. an der Hochschule München und war Jurymitglied in Regensburg und Bremen.
In Kyoto plant Thomas einen Forschungsaufenthalt, der den öffentlichen Raum der Stadt mit den Mitteln zeitbasierter Medien untersucht. Dabei greift er auf seine Erfahrung mit CINÉ VÉLO CITÉ und dem CINEVAN-Projekt zurück, zwei mobilen Kino- und Laborformaten für den urbanen Raum.