Hendrik Quast
Darstellende Kunst

Hendrik Quast © Phoung Tran Minh

Hendrik Quast ist queerer Aktions- und Performancekünstler im freien Theater- und Kunstkontext und arbeitet als Hörspielmacher. Er studierte am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen u.a. bei Heiner Goebbels. Mit einem prozessualen Kunstbegriff widmet er sich Aneignungsprozessen von Kulturtechniken an der Grenze zur Populär- und Unterhaltungskultur. Aus dieser Konzeptionspraxis, Textgenese, Sprechästhetik entwickelt er ortsspezifische Happenings und Live Art Bühnenperformances.  Das Publikum wird durch diese Formate mit subversiver Komik herausgefordert, sich mit Themen wie Natur und Kunst, dem Verhältnis von Kunst und Handwerk sowie sozialer Herkunft und (prekären) Arbeitsformen zu beschäftigen.

Unter dem Arbeitstitel „Pretty Leprosy“ will Quast die Infektionskrankheit Lepra und ihre kulturelle und künstlerische Bewältigung in der Alltagskultur und der darstellenden Kunst Japans rekonstruieren und zugleich hinterfragen, um Material für eine neue Performance und für ein Hörspiel mit dem WDR zu sammeln. Auf einer Recherchereise unmittelbar vor dem Aufenthalt in der Villa Kamogawa wird er einen Maskenbau-Kurs absolvieren und in den Lepra-Sanatorien und Museen eine Interviewserie zu Krankheitsbewältigung und Kreativität durchführen.