Film Image Forum Festival 2016

Im Rahmen des diesjährigen Image Forum Festivals kuratiert der Filmemacher Philip Widmann, Mitglied des Filmlabors Berlin und im Jahr 2015 Stipendiat der Villa Kamogawa, unter dem Titel „Processing Landscape“ eines der Festivalprogramme. Die darin enthaltenen Filme gehen der Frage nach, wie landschaftliche Transformation mit gesellschaftlicher Identität verknüpft ist und Natur und Kultur sich gegenseitig bedingen.
 
„Processing Landscape“ ist im Festivalprogramm aufgeführt als “Programm Q” mit folgenden Filmen und Vorführungszeiten:

Sa., 30.04.2016, 11.00 Uhr:  Theater Image Forum, Tokyo
Do., 05.05.2016, 13.45 Uhr:  Theater Image Forum, Tokyo
So., 15.05.2016, 16.30 Uhr:  Kyoto Art Center, Kyoto
So., 05.06.2016, 13.50 Uhr:  Fukuoka City Public Library, Fukuoka
Sa., 25.06.2016, 11.00 Uhr:  Aichi Arts Center, Nagoya

Mit folgenden Beiträgen (6 Filme, 89 Min.)
 
„A to A“ (A zu A)
Johann Lurf, Österreich (2011), 5 Min.

Lurfs Film zeigt in umfassender Weise zahlreiche Verkehrsinseln, wie sie den Verkehr fließen lassen und zum Stoppen bringen. Die Verkehrsinseln sind dabei Lichtungen im Bebauten, die der Filmemacher mit seiner Vespa aufsucht.


“The Voice of God“ (Die Stimme Gottes)
Bernd Lützeler,  Deutschland (2011),  9 Min.

Zeitrafferaufnahmen ziehen den Zuschauer in den Sog des pulsierenden Mumbais und fordern gleichzeitig dessen Wahrnehmungsvermögen. Der mächtige Stadtkörper zeigt sich einschüchternd und verletzlich zugleich.
 
 
„Sleeping District“ (Schlafender Bezirk)
Tinne Zenner, Dänemark (2014),  12 Min.

Spuren des Lebens in einem schlafenden Bezirk am Rande Moskaus machen eindrucksvoll die überformte Stadtplanung im Spannungsfeld zwischen Bedarf und wirtschaftlichen Interessen deutlich. Zu sehen sind endlose Betonklotzsiedlungen, die nur durch Menschen belebt werden.


„#47“
José Miguel Biscaya, Niederlande (2014),  11 Min.
 José Miguel Biscaya nutzt Videoaufnahmen von scheinbar unbewohnten Landschaften. Dabei bearbeitet Biscaya die Aufnahmen, sodass das Originalbild zu einem Naturbild verwandelt wird, dass der Zuschauer zuvor in dieser Form noch nicht gesehen hat.

 
„The Mutability of all Things and the Possibility of Changing Some“
(Die Veränderlichkeit aller Dinge und die Möglichkeit der Veränderung einiger)
Anna Marziano, Frankreich (2011), 17 Min.
 Landschaftliche Transformation findet hier in der Stadt L´Aquila in der italienischen Region Abruzzen statt, die 2009 von einem Erdbeben erschüttert wurde. Marziano dokumentiert fragmentarisch die Verkörperung der landschaftlichen Zerstörung durch die Menschen, die in ihr leben.


“The Disappearance of the Aïtus” (Das Verschwinden der Aïtus)
Pauline Julier, Schweiz (2014), 35 Min.
 Der Film porträtiert den geographischen und kulturellen Verlust, der dem südpazifischen Inselstaat Tuvalu und dessen Bevölkerung auf Grund des ansteigenden Meeresspiegels bevorsteht. Die Künstlerin Pauline Julier zeigt aber auch, dass neben dem Klimawandel bereits der Kolonialismus und eine globalisierte Wirtschaft das Ende der vorchristlichen Mythologie Tuvalus besiegelt haben. 
 

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