Diskussion Creators@Kamogawa

An Laphan © An Laphan

Sa, 29.06.2019

Goethe-Institut Villa Kamogawa, Saal

Anfahrtsbeschreibung
Villa Kamogawa
Kawahara-cho 19-3, Yoshida, Sakyo-ku
606-8305 Kyoto

„Kosmos Park“
„Der flüchtige Körper“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Creators@Kamogawa“ tauschen sich die residierenden Künstlerinnen und Künstler der Villa Kamogawa mit japanischen Kulturschaffenden zu gemeinsamen Themen aus. Bei dieser Ausgabe stehen die Themen „Kosmos Park“ sowie „Der flüchtige Körper“ im Mittelpunkt.
 
Kosmos Park
Parks sind Naherholungsgebiete, Touristenattraktionen, Rückzugsorte für Mensch und Tier. In einer Zeit, in der die Menschheit in die Städte drängt – so auch in Japan und Deutschland – kommt gerade der städtischen Grünfläche eine besondere Rolle zu. Denn in verdichteten Metropolen ist ein privater Garten ein seltenes und kaum bezahlbares Privileg. Der Zugang zu öffentlichem Grün ist darum essentiell in einer demokratischen Gesellschaft.
 
In der Ästhetik eines Parks spiegelt sich die Zeit seiner Erbauung wider, die teils wenige Jahre, teils Jahrhunderte zurückliegt, häufig als Ausdruck politischer oder philosophischer Prinzipien. In seiner heutigen Nutzung spiegelt sich die gegenwärtige Kultur: Im Park lässt sich die Freiheit und Freizügigkeit einer Gesellschaft wunderbar beobachten. Er ist spannender Kosmos, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Bedürfnissen und Möglichkeiten, Ästhetik und Politik.
 
   Saskia Groneberg (Bildende Kunst)
   Tomoki Yamauchi (Ästhetik, Gartenkunst)
   Tetsuya Ozaki (Moderator)
 
Der flüchtige Körper
Wenn wir über den Körper sprechen, ist meistens der biologische Körper gemeint. Er kann jedoch auch verstanden werden als Identitätsmaske, als Hülle, als Präsenz, als abstrakte Entität, als Erfahrbarkeit, als Datenträger, als Vermittler zwischen Innen- und Außenwelt, als Material, als blinder Fleck und als absurde Kombinationen aus all diesem. Körperbilder genauso wie körperpolitische Fragestellungen ergeben sich an der Schwelle zwischen Körper und Geist.
 
In der künstlerischen Praxis ist der dargestellte Körper in der Vielzahl seiner Bezüge auch wandelbares Instrument und Inhaltsträger, dessen Bedeutung unweigerlich durch die Absicht der Arbeit verändert, manipuliert oder verzerrt wird. Wie können heute konkrete Annäherungen an das Körperliche als Beobachtungs- und Kritikobjekt aussehen?
 
   An Laphan (Bildende Kunst)
   Hideto Fuse (Kunstkritik, Anatomie)
   Tetsuya Ozaki (Moderator)
 
Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es im Café Müller die Gelegenheit zu weiterem Austausch bei Getränken und Delikatessen aus Deutschland. Arbeiten der Stipendiat/-innen der Villa Kamogawa sind dabei auf verschiedenen Monitoren zu sehen.
 
Saskia Groneberg © Saskia Groneberg Tomoki Yamauchi © Tomoki Yamauchi
An Laphan © An Laphan Hideto Fuse © Hideto Fuse Tetsuya Ozaki © Tetsuya Ozaki
 

Zurück