Filmreihe und Gesprächsrunden Die Zukunft der Vergangenheit

Zukunft der Vergangenheit ©2004 FUJI TELEVISION NETWORK, INC./Central Motion Pictures Company/Korean Film Archive/2015Megabox plusm Luz y sonidos. ALL RIGHT RESERVED/Christian Schulz/Schramm Film/All under the moon project

Fr, 03.11.2017 -
Fr, 10.11.2017

Cine Nouveau

Kujo
Nishi-ku
1-20-24 Osaka-shi

Geschichte verstehen durch Filme

Wie kann man geschichtliche Fakten darstellen und vermitteln? Können wir aus der Geschichte lernen? Der Glaube an die Objektivität von Büchern scheint zu schwinden. Gleichzeitig übernehmen die Medien immer stärker die Rolle der Wissensvermittlung - begleitet von dem Interesse, die Darstellung von historischen Ereignisse zur Meinungsbildung zu benutzen. In den gegenwärtigen Debatten über Geschichtsbücher für Schulen zeigt sich ebenfalls, dass die „offizielle Geschichtsschreibung“ von politischen Interessen geleitet sein kann.

In den Ländern Ostasiens trägt diese Entwicklung nicht dazu bei, dass die tragischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts aufgearbeitet werden, um damit den Weg für weitere Annäherung zu ebnen. Das deutsche Konzept der „Vergangenheitsbewältigung“ wird hier zwar respektvoll bewundert, aber kaum als Maßstab für entsprechende eigene Initiativen akzeptiert.

Die Künste suchen eigene Wege, geschichtliche Ereignisse zu thematisieren und darzustellen. Die beispielsweise durch Literatur oder Filme vermittelten Narrative tragen zu einer „öffentlichen“ Geschichtserzählung (public history) bei, die zu anderen Einsichten führt, als die offizielle.

In dem von den Goethe-Instituten in Ostasien konzipierten Projekt „Die Zukunft der Vergangenheit“ werden ausgewählte Spielfilme aus Japan, Südkorea, Taiwan und Deutschland gezeigt, die sich auf unterschiedliche Weise mit geschichtlichen und gesellschaftlichen Themen und Konflikten befassen. Filmkritiker und Historiker aus den beteiligten Ländern kommentieren diese Filme und diskutieren darüber, wie sich über eine transnationale Betrachtung jüngerer Geschichte gemeinsame Perspektiven ergeben könnten.

Die Filmreihe wird in den beteiligten Ländern mit einem Kernprogramm und lokal relevanten Zusatzprogrammen gezeigt. In Osaka werden der Filmhistoriker Inuhiko Yomota und der Produzent Bong-Woo Lee Filme über „Korea in Japan“ präsentieren und kommentieren. Im zweiten Teil werden der Historiker Jie-Hyun Lim aus Korea, und die Filmkritiker Jane Yu aus Taiwan und Georg Seeßlen aus Deutschland gemeinsam mit Inuhiko Yomota über die Aktualität und die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit Geschichte diskutieren.

Programm

Freitag, 03.11.2017
14:50 "HARUKO"
16:30 "Dongju: The Portrait of a Poet"
18:40 Gespräch "How Korean residents of Japan regained their self-images through Cinema": Inuhiko Yomota und Lee Bong-Woo (90 Minuten)
20:35 "All under the moon"

Samstag, 04.11.2017
13:30  "Barbara"
15:45  "The Sea Knows"
18:00 Gesprächsrunde "Understanding history through film (Geschichte verstehen durch Filme)": Inuhiko Yomota, Georg Seeßlen, Lim Jie-Hyun, Jane Yu (90 Minuten)
20:00  "Banana Paradise"

Sonntag, 05.11.2017
16:10  "Banana Paradise"

Montag, 06.11.2017
16:10  "Barbara"
18:00 "All under the moon"

Dienstag, 07.11.2017
16:10 "HARUKO"
18:10  "Dongju: The Portrait of a Poet"

Mittwoch, 08.11.2017
16:10 "The Sea Knows"
18:15  "Barbara"

Donnerstag, 09.11.2017
16:10  "Dongju: The Portrait of a Poet"
18:25 "HARUKO"

Freitag, 10.11.2017
16:10 "All under the moon"
18:05 "The Sea Knows"


Sonderprogramm

Freitag, 03.11.2017, ab 18:40 Uhr
Gespräch zum Thema "How Korean residents of Japan regained their self-images through Cinema" mit Yomota Inuhiko und Lee Bong-Woo (90 Minuten)

Samstag, 04.11.2017, ab 18:00 Uhr
Gesprächsrunde "Understanding history through film (Geschichte verstehen durch Filme)" mit Inuhiko Yomota, Georg Seeßlen, Lim Jie-Hyun, und Jane Yu (90 Minuten)

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