Szenische Lesung Homohalal von Ibrahim Amir

Ibrahim Amir © Fero Zboray © Fero Zboray

Sa, 23.11. & So, 24.11.2019, 14 Uhr
Einlass: 13.30 Uhr

Awaza Rise Towers, Flag 46, 1. Stock

Awaza Rise Towers Flag 46, 1. Stock, 2-1-37 Enokojima Nishi-ku, Ōsaka-shi
Osaka

VISIONEN - Neue Deutsche Dramatik Vol.9

Die Lesereihe „VISIONEN - Neue Deutsche Dramatik“ des Goethe-Instituts Osaka Kyoto präsentiert seine neunte Vorführung „Homohalal“ (2017) von Ibrahim Amir (Übersetzung: Shino Nagata). Ibrahim Amir, syrischer Dramatiker, zieht mit seinen gesellschaftkritischen Werken derzeit in deutschsprachigen Ländern viel Aufmerksamkeit auf sich. Die Produktion wird von Miho Takayasu, Schauspielerin der HMP Theater Company Osaka, inszeniert.
 
Homohalal
Wir befinden uns im Jahr 2037. Deutschland gilt als das toleranteste Land der Welt, die Gesellschaft lebt harmonisch miteinander und ist überraschend wenig islamisiert. Die sogenannte Flüchtlingskrise ist bereits zwanzig Jahre her und eine Trauerfeier bringt ehemalige Asylsuchende, Aktivisten und Helfer wieder zusammen. Der gemeinsame Kampf für mehr Rechte und bessere Lebensbedingungen für Geflüchtete brachte sie damals einander näher. Man verliebte sich und es folgten Heirat fürs Bleiberecht oder Trennung wegen unüberwindbaren kulturellen Differenzen. Das erneute Wiedersehen nach so vielen Jahren lässt zunächst Freude aufkommen.
 
Ibrahim Amir
ist Kurde und wurde 1984 in Aleppo, Syrien geboren. Er studierte Theater- und Medienwissenschaft in Aleppo. Nach drei Semestern wurde er wegen seines Engagements in einer kurdischen Studentenorganisation exmatrikuliert. 2002 ging er nach Wien, wo er ein Medizinstudium absolvierte und inzwischen als Arzt arbeitet. Während des Studiums begann er in deutscher Sprache zu schreiben. Sein erstes Theaterstück Habe die Ehre wurde am 29.01.2013 am Theater Nestroyhof Hamakom, Wien uraufgeführt (Regie: Hans Escher).
2009 erhielt er den Exil-Literaturpreis »Schreiben zwischen den Kulturen« für die Kurzgeschichte In jener Nacht schlief sie tief. Darüber hinaus wurde Homohalal 2018 für den Mülheimer Dramatikerpreis sowie für den Nestroy in der Kategorie beste Off-Produktion nominiert.
 
Miho Takayasu
wurde 1978 in Osaka geboren. Seit ihrem achten Lebensjahr ist sie als Kagura-Tänzerin aktiv. Nach dem Studium an der Kinki Universität begann sie gleich mit ihrer Schauspieltätigkeit bei der HMP Theater Company. 2011 nahm sie am internationalen Forum Theatertreffen der Berliner Festspiele mit dem Stipendium des Goethe-Instituts teil. Zurzeit arbeitet sie als freischaffende Darstellerin und kollaboriert mit Künstlern aus unterschiedlichen Bereichen in den japanischen traditionellen Kunstszenen wie Kalligraphie, Kagura u.a. Darüber hinaus ist sie als Schauspielerin für die HMP Theater Company sowie die MAIMU Production und als Vorstandmitglied von DIVE (Osaka Contemporary Performing Arts Association) tätig.
 

Zurück