18.04.2016 Eröffnung Yokohama

Rede des Institutsleiters bei der Eröffnung des Goethe-Institut am 18. April 2016

Lieber Herr Botschafter von Werthern,
Sehr geehrter Herr Watanabe,
Sehr geehrter Herr Kajimura,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
meine sehr verehrten Damen und Herren,
 

„Sprache ist Weltsicht. Wir erweitern Horizonte“ ist ein Leitmotiv des Goethe-Instituts und wo bewahrheitet sich dieses Motto besser als hier im Bay View Room mit seiner wunderbaren Aussicht auf die Tokyo Bucht und der Perspektive, in dieser Umgebung in den kommenden Monaten und Jahren einen lebendigen Begegnungsort des japanisch-deutschen Kultur-austausches zu begründen!
 
Wir sind gewiss, dass wir mit dieser Erweiterung unserer Tätigkeiten in Yokohama einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung unserer Beziehungen leisten und sind sehr dankbar für die große Gastfreundschaft der Stadt Yokohama, deren Zeuge ich bei meinem Besuch bei der Bürgermeisterin Hayashi vor vier Wochen werden durfte.  Diese Gastfreundschaft ist für uns Ansporn – unserem Ruf gerecht zu werden, den besten Deutschunterricht in Yokohama anbieten zu können und somit den Wert der Mehrsprachigkeit als Schlüssel zu neuen Möglichkeiten und persönlicher Entwicklung zu unterstreichen.
 
Natürlich, meine Damen und Herren, sind wir über die Wahl des Standortes hier im Pacifico sehr glücklich. Was gibt es Erhabeneres als auf der langen Fahrt der Rolltreppe, die einem dem Goethe-Institut von der U-Bahn kommend näher bringt, als die Lektüre der dort angeschlagenen Worte des 2. großen Vertreters deutscher Klassik, Friedrich Schiller, der uns in seiner „Ästhetischen Erziehung des Menschen“ daran erinnert, dass in der Freiheit des Schönen jede Fessel des Zweckes aufgehoben ist. Dass Sie dies, meine Damen und Herren, jedem Besucher und jeder Besucherin mit auf den Weg geben, ist nicht nur Ausdruck Ihrer hohen Kunstfertigkeit, sondern verbindet uns tief im menschlichen Geiste.
 
Insofern bin ich sicher, dass das Goethe-Institut nun mit seinen erweiterten Tätigkeiten in Yokohama seinen Beitrag leisten kann, der Kultur als Spiegel gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Realität eine Plattform zu geben und eine verbindende Kraft über nationale Grenzen hinaus zu sein. Deswegen freuen wir uns auch auf die Vertiefung der bestehenden und die Begründung neuer Partnerschaften im Kulturbereich, etwa mit dem Museum der Stadt, dem KAAT, Bank Art oder den Bibliotheken und Informationszentren, um nur einige zu nennen.
 
Ich danke abschließend noch einmal allen sehr herzlich, die an der Realisierung des Projektes mitgewirkt haben und es sicher auch in Zukunft tatkräftig unterstützen werden: den anwesenden Vertretern der Stadt Yokohama (Herrn Watanabe, Herrn Sekiyama), des Parlaments und den Vertretern von YOKE (Yokohama Association for International Communications and Exchanges). Dem Architekten Akira Hirokawa und der Baufirma Mitsumoto Kentseze. Schliesslich bedanke ich mich bei der Deutschen Botschaft für die Unterstützung. Ebenso bei dem Goethe-Regionalinstitut in Seoul und dem anwesenden Dr. Dreyer und last not least bei unserem team um Matthias von Gehlen, der mit unermüdlichem Einsatz  dafür gesorgt hat, dass wir heute hier zu diesem Anlass stehen dürfen.
 
Meine Damen und Herren, Brücken schaffen Gemeinsamkeit – wer weiß das besser als Sie, die Sie in einer Hafenstadt leben. Lassen Sie uns diese neue Gemeinsamkeit nutzen, um den Spielraum zu erweitern und die Welt in ihrer Vielfalt zu erleben.