15/07/2017 Drei Fragen an... Michaela Bodesheim

Bibliothek Goethe-Institut Tokyo
© Goethe-Institut Tokyo

Michaela Bodesheim, die neue Leiterin Information und Bibliothek am Goethe-Institut Tokyo erzählt von ihren bisherigen Stationen, auf was sie sich besonders bei ihrer Arbeit freut und gibt zwei Lesetipps für den Sommer.

Drei Fragen an... Michaela Bodesheim © Cordula Flegel Frau Bodesheim wie kamen Sie ans Goethe-Institut Tokyo? Ist es ihr erster Aufenthalt in Asien? 

Als Bibliothekarin ist man berufsbedingt offen für Neues und kann sich aus allen Regionen und Fachgebieten weltweit informieren. Als Mitarbeiterin beim Goethe-Institut bekommt man die Möglichkeit, an verschiedenen Standorten weltweit zu arbeiten, wenn man sich für die internationale Laufbahn entscheidet. Das hat mich sehr interessiert. Ich lebe bereits seit 2004im asiatisch-pazifischen Raum.Nach Stationen in Neuseeland und Hongkong ist seit Juli Japan meine neue Heimat.
 
Was ist Ihr erster Eindruck von Japan und worauf freuen Sie sich besonders bei Ihrer Arbeit am Goethe-Institut Tokyo?


Ich konzentriere mich derzeit auf das Leben in Tokyo, der größten Metropole der Welt. Ich war sehr nervös vor der Ankunft, aber schon nach drei Wochen bin ich bereits glückliche Besitzerin eines Fahrrads und mache was viele Tokioter machen: Ich radle und entdecke dabei faszinierende Architektur, eine dynamische Kulturszene und ruhige Seitenstraßen auf denen sich das Alltagsleben Tokyos abspielt. Ich freue mich auf die Begegnung mit Japanern, die mehr über Deutschland und die deutsche Sprache wissen möchten und dazu die Bibliothek benutzen. Und ich freue mich auf interessante Veranstaltungen und Projekte, die die Begegnung und den Wissensaustausch zwischen Japan und Deutschland fördern werden.
 
Haben Sie als Leiterin IB einen Sommer-Lesetipp oder Empfehlungen aus der Mediathek?


Lesen öffnet Welten – und manchmal verleiht es auch Flügel.  Ich lese sehr gerne. Je nachdem kann das ein Buch, ein E-Book oder auch ein Hörbuch sein. Ich möchte gerne zwei Empfehlungen für die Sommerzeit geben - für ein kurzes und ein langes Lesevergnügen:

Lukas Bärfuss´ Hagard (2017) erzählt die Geschichte eines Mannes, der einer Frau in pflaumenblauen Ballerinas folgt, um sich bald selbst zu verlieren. Diese kleine, aber feine Novelle sorgte auf der Leipziger Buchmesse für Furore.

In Juli Zehs Unterleuten (2016)  wird man beinahe selbst zum Mitbewohner einer fiktiven Dorfgemeinschaft,  deren skurrile Figuren im Zentrum dieses großen und erfolgreichen Gesellschaftsromans stehen.
 

Beide Titel kann man bei uns in der >> Bibliothek ausleihen << oder über die >> Onleihe als E-book << herunterladen.