Workshop Das konzeptionelle Objekt – Bücher: machen, erläutern, austauschen

MarikoTakagi © Mariko Takagi

So, 28.01.2018

Printing Museum Tokyo

Anfahrt
Gutenberg Room, Toppan Koishikawa Building
1-3-3 Suido, Bunkyo-ku
112-8531 Tokyo

Dieser Workshop wendet sich an jene Gestalter und Personen aus dem Umfeld der Buchgestaltung und -produktion, die den Austausch suchen. Mitgebrachte Bücher, oder aber auch Bücher aus der Ausstellung „World Book Design“ und „Die schönsten Deutschen Bücher“, beide derzeit im Toppan Printing Museum zu sehen, werden herangezogen, um den Bezug von Inhalt und Form zu besprechen. Dieser bewusste „Dialog“ mit dem Objekt „Buch“ dient der kritischen Reflektion, schafft ein neues Vokabular, um Gestaltung und Ideen in Worte zu fassen und fordert den Betrachter heraus, das eigene Auge für das Konzept eines Buches zu schärfen.

Die Arbeit von Gestaltern ist meist, entgegen der allgemeinen Vorstellung, wenig glamourös. Dies trifft besonders auf Buchgestalter zu. Beginnend mit dem Gestaltungskonzept, dem Entwickeln eines Rasters, der Typografie, der Farbstimmung, dem Layout, der Papierwahl, dem Druck und der buchbinderischen Verarbeitung, führt ein Schritt zum nächsten. Gerade weil das gedruckte Buch als Objekt fortbesteht, wird so manch ein Gestalter die einzelnen Entscheidungen als schwerwiegend empfinden. Bestimmt gibt es Momente, in denen man gerne jemanden um Rat bitten möchte. Nachdem man die Hochschule verlassen hat ist es jedoch schwierig, qualifiziertes und ehrliches Feedback zu bekommen. Gemeinsam werden dazu Techniken erprobt. 
 
Teilnehmer des Workshops:
– Buchgestalter, oder Personen aus der Buchbranche (unabhängig vom Alter, Erfahrungsgrad oder Aufgabenbereich)
– Studierende, die gerne einen frischen Blick (außer von Kommilitonen und Lehrkräften der eigenen Hochschule) erfahren wollen
 
Zum Workshop bringen Sie bitte folgendes mit:

– Ein selbstgestaltetes Buch (z.B. ein verlegtes Buch, studentische Arbeit oder auch ein eigenes Projekt)
– Ein Buch eines anderen Gestalters, das inspiriert oder besonders gut gefällt
– Die Ideenskizze zu einem neuen (Buch-) Projekt
 

Mariko Takagi ist Typografin, Buchgestalterin und Autorin zahlreicher Bücher zur japanischen Kultur, sowie zur Typografie. Seit 2008 befasst sie sich mit der Erforschung der japanischen und chinesischen Typographie. Die Deutsch-Japanerin ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, lebte und arbeitet von 2010 bis 2016 in Hong Kong. Seit April 2017 unterrichtet und forscht Takagi als Professorin mit dem Schwerpunkt Typographie und Buchgestaltung an der Doshisha Women’s College of Liberal Arts in Kyoto. Mariko Takagi versteht sich als Vermittlerin zwischen den (Schrift-) Kulturen. Für ihre Bücher erhielt sie von der Stiftung Buchkunst, red dot, iF Design und anderen Organisationen zahlreiche Auszeichnungen.

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