Künstlergespräch theater anders denken:
Michikazu Matsune und Miwa Negoro

Michikazu Matsune und Miwa Negoro © Michikazu Matsune (stage photo with objects)

Mi, 05.02.2020

Goethe-Institut Tokyo, Foyer

Anfahrtsbeschreibung
7-5-56 Akasaka, Minato-ku
107-0052 Tokyo

[5.2., Goethe-Institut Tokyo] Im Rahmen der Reihe „theater anders denken“ sind der Performance-Künstler Michikazu Matsune und die Kuratorin Miwa Negoro zu Gast. Sie stellen u.a. ihr neues Performanceprojekt vor, welches reale und fiktive Narrative des Exotismus zwischen Japan und Europa im 19. und 20. Jahrhundert miteinander verquickt.

In der Reihe „theater anders denken“ stellen wir außergewöhnliche Ansätze zeitgenössischer Theaterarbeit vor. Diesmal begrüßen wir den Performance-Künstler Michikazu Matsune und die Kuratorin Miwa Negoro, die beide ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Europa haben. Derzeit entwickeln sie gemeinsam eine Bühnenarbeit, welche reale und fiktive Narrative des Exotismus zwischen Japan und Europa im 19. und 20. Jahrhundert miteinander verquickt.
 
Michikazu Matsune © Michikazu Matsune Michikazu Matsune wurde in Kobe geboren und lebt seit 1997 in Wien. Mit seinen konzeptstarken aber zugleich spielerischen Arbeiten für den öffentlichen Raum, für Museen, Galerien und die Bühne erkundet er die Grenzen künstlerischer Formate. Sein besonderes Interesse gilt poetischen und absurden Konstellationen, welche die heutige Gesellschaft kritisch und zugleich humorvoll reflektieren.
 
Zu seinen neuesten Performances gehören „For Now“ (2017), ein Solo, dass sich mit dem Verlust seiner Eltern auseinandersetzt und „Goodbye“, eine Performance, die Abschiedsbriefe aus verschiedenen Zeitaltern und Kontexten thematisiert. Sein Stück „Dance, if you want to enter my country!“ setzt sich mit dem Afro-amerikanischen Tänzer Abdur Rahim Jackson auseinander, der an der Passkontrolle eines Flughafens zum Tanzen gezwungen wurde, und gastierte im Jahr 2016 beim Kyoto Experiment.
 
Miwa Negoro © Miwa Negoro Miwa Negoro wurde in Osaka geboren und hat ihren Arbeitsmittelpunkt derzeit in Berlin und Zürich. Ihr Rechercheinteresse gilt Diskursen des Performativen, Fragen der Dekolonisierung und der Politik des öffentlichen Raums. Nach dem Erwerb ihres Masterabschlusses im Fach Architektur an der Waseda Universität absolvierte sie ein Postgraduiertenstudium „Kuratieren“ an der Zürcher Hochschule der Künste. Zu ihren neuesten kuratorischen Projekten gehören:  “my grammar and (y)ours?” (OnCurating Project Space, Zürich, 2018), Soloausstellungen von Aya Momose “Borrowing the Other Eye” (ESPACE DIAPHANES, Berlin, 2018), “I.C.A.N.S.E.E.Y.O.U” (EFAG EastFactoryArtGallery, Tokyo, 2019) und die Gruppenausstellung “Parallax Trading” (das weisse haus, Wien, 2019) u.a. in Zusammenarbeit mit Michikazu Matsune.
Sie war außerdem an Tanaka Koki’s Road-Movie „Vulnerable Histories“, der 2018 im Goethe-Institut Tokyo gezeigt wurde, als Researcher beteiligt.
 
Die Moderation der Veranstaltung übernimmt die Theaterwissenschaftlerin und Journalistin Kyoko Iwaki.
 

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