|
–20:11 Uhr
Multikulturtag – Deutschlands kulturelle Vielfältigkeit erleben
Video, Symposium, Diskussion und Party|Symposium „Immigration und Integration in Deutschland“ und Begleitprogramme
-
Goethe-Institut Tokyo, Saal, Tokyo
- Preis Eintritt ist frei, eine vorige Anmeldung ist allerdings für die Teilnahme am Symposium notwendig. Mit deutsch-japanischer Simultanübersetzung
Seit den 50er Jahren gab es mehrere große Einwanderungswellen nach Deutschland, so dass heute um die 20 Prozent der Gesamtbevölkerung einen Migrationshintergrund hat, was Deutschland zu einem der großen Einwanderungsländer Europas macht. Durch die in diesem Jahr eingetretene Flüchtlingskrise und propagierte Willkommenskultur Deutschlands erhält das Thema des Symposiums besondere Relevanz. Eines scheint klar. Nämlich die Notwendigkeit grundlegender Veränderungen. Ein Integrationsplan in europäischem Maßstab ist vonnöten. „Die vielfältigen Veränderungen können demokratisch entschieden, sie könnten aber auch technokratisch von oben aufgezwungen werden. Im ersten Fall werden sie scheitern, im anderen haben sie immerhin eine Chance zum Erfolg. Mit einem Wort: Wir brauchen ein anderes Europa.“ – meint Etienne Balibar, französischer Philosoph.
Das Goethe-Institut Tokyo hat Experten in Fragen der Migration sowie Künstler zu Gast, die sich in ihrer Arbeit mit den Auswirkungen der unter verschiedensten Umständen stattfindenden Einwanderung nach Deutschland befassen. Ausgehend von künstlerischen Darbietungen und informativen Vorträgen, soll sich auch der täglich in den japanischen Medien auftauchenden Flüchtlingskrise in Europa genähert werden, die insbesondere anhand der vielen in Richtung Deutschland strebenden Menschen offenbar wird. Auch von japanischer Seite werden renommierte Experten, die sich gegenwärtig mit dem Thema befassen, von ihren Tätigkeiten Berichten und entsprechende Analysen beisteuern.
Vor und nach dem Symposium werden verschiedene Begleitprogramme geplant, wie die Videovorführung eines mit dem Thema zusammenhängenden Theaterstückes, eine musikalische Darbietung der Gruppe Cyminology mit der Sängerin Cymin Samawatie sowie eine Party mit DJ Robert SOKO aus Serbien. Iranisches Essen wird auch zu genießen sein und kann mit Essensmarken gekauft werden.
Programm
14.00
Videovorführung „Verrücktes Blut” von Nurkan Erpulat und Jens Hillje
16.00
Videovortrag "Willkommen in Deutschland!? Geschichtliche, gesellschaftliche und rechtliche Aspekte deutscher Zuwanderungspolitik angesichts der europäischen Flüchtlingskrise"
Dr. Maren Borkert, Technische Universität Berlin
16.30
Vortrag „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Migrationsfragen in Japan nach dem 2. Weltkrieg“
Prof. Kiyoto Tanno, Tokyo Metropolitan University
17.20
Vortrag „Eurodac und die digitale Deportabilität“
Dr. Vassilis Tsianos, Universität Hamburg
Brigitta Kuster, Künstlerin/Autorin
17.50
Vortrag „Die Logobi Serie ist ein transnationaler getanzter Diskurs“
Monika Gintersdorfer, Regisseurin/Choreographin
Franck Edmond Yao, Tänzer/Choreograph
18.40
Round Table-Diskussion
Neben den ReferentInnen nimmt auch
Anahita Razmi (Bildende Kunst/Residenzkünstlerin Villa Kamogawa) teil.
Moderation: Yoshitaka Mouri, Associate Professor (Dept. of Musical Creativity and the Environment, Tokyo University of the Arts)
20.30
Musikalische Darbietung von Cyminology mit Cymin Samawatie
21.00-23.00
„Balkan Beats"
Änderungen vorbehalten.
Ort
Goethe-Institut Tokyo, Saal
7-5-56 Akasaka, Minato-ku
Tokyo
107-0052 Japan
7-5-56 Akasaka, Minato-ku
Tokyo
107-0052 Japan
Europa-Saal des Goethe-Instituts Tokio