Filmvorführung und Gespräch „Mea Culpa, eine Readymade-Oper” von Christoph Schlingensief

Mea Culpa © Janina Audick

Samstag, 01.08.2015, 14,00 Uhr

Goethe-Institut Tokyo, Saal

Christoph Schlingensief (1960-2010) gehörte zu den bekanntesten und umstrittensten deutschen Kunstschaffenden. Durch seine Inszenierungen, Kunstinstallationen, Aktionen und Ausstellungen mischte sich Christoph Schlingensief immer wieder in den kulturellen und politischen Diskurs ein und führte Oper, Theater, Film und Aktionen zusammen.
 
Nachdem ihm 2008 eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde, entstand eine Trilogie, in der er sich unweigerlich mit den Themen Tod, Leben und Erlösung auseinandersetzte. Darunter ist „Mea Culpa“ (2009) wohl das fröhlichste Stück. In dieser bunten ReadyMade-Oper, die sich vor allem aus Versatzstücken aus Wagners „Parsifal“, aber auch aus  Textmaterial von Goethe, Nietzsche, Joseph Beuys oder Elfriede Jelinek und Musik von Schönberg, Schubert und Schumann zusammensetzt, hinterfragt der todkranke Regisseur den Sinn des Lebens und feiert gleichzeitig seinen Lebenswillen.
 
Die japanischen Untertitel der gezeigten  Aufführung von „Mea Culpa“ am Wiener Burgtheater aus dem Jahr 2009 stammen von Sachiko Hara,  einer japanischer Schauspielerin, die lange mit Schlingensief gearbeitet hat und jetzt festes Ensemblemitglied des Schauspielhauses in Hamburg ist. Nach der Vorführung wird sie über ihre Arbeit mit Christoph Schlingensief sprechen.
 

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