Auch in diesem Jahr kann der Zuschauer der EU Film Days Vielfältigkeit und Flair des europäischen Kinos erleben. Die 2003 von der EU Delegation initiierte Veranstaltung mit Beteiligung von 11 Ländern der EU-Mitgliedsstaaten ist mittlerweile ein jährliches Ereignis in Tokyo geworden, mit Teilnahme von 24 Ländern. Der diesjährige Beitrag aus Deutschland ist der Film „Westen“ von Christian Schwochow, der auf den Roman "Lagerfeuer" von Julia Franck basiert und eine reale Geschichte Ende der 70er Jahren erzählt.
Donnerstag, 04. Juni 2015, 15.00 Uhr
Sonntag, 14. Juni 2015, 14.00 Uhr
Westen von Christian Schwochow
Deutschland, 2013, Genre: Drama, Filmlänge: 102 Minuten
Regie: Christian Schwochow
Drehbuch: Heide Schwochow
Kamera: Frank Lamm
Filmmusik: Lorenz Dangel
Produktion: Katrin Schlösser, Thomas Kufus, Christoph Friedel
Weltvertrieb: Picture Tree International GmbH
Darsteller:
Jördis Triebel (Nelly Senff)
Alexander Scheer (Hans)
Tristan Göbel (Alexej Senff)
Jacky Ido (John Bird)
Anja Antonowicz (Krystina)
Die 30-jährige promovierte Chemikerin Nelly Senff (Jördis Triebel) flieht 1978 mit ihrem neunjährigen Sohn Alexej aus der DDR in die Bundesrepublik. Sie will die Trauer um ihren vor drei Jahren verstorbenen Mann hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen. Doch die Begrüßung fällt für Nelly und Alexej wenig herzlich aus. Sie werden misstrauisch behandelt und müssen Durchsuchungen über sich ergehen lassen. Rasch fühlt sich die junge Frau an die Drangsalierungen des DDR-Regimes erinnert. Zusehends beginnt sie an ihren Entscheidungen zu zweifeln und sie sorgt sich um ihren Sohn, für den sie sich im "goldenen Westen" ein besseres Leben erhofft hatte.
Christian Schwochow
Christian Schwochow wurde 1978 auf Rügen geboren und wuchs in Leipzig und Ost-Berlin auf. Er arbeitete als Autor und Redakteur, bevor er 2008 sein Filmstudium an der Filmakademie Baden-Württemberg abschloss. Sein Diplomfilm „Novemberkind“ genoss großen Erfolg und wurde für den Deutschen Filmpreis nominiert. Für seine Verfilmung von Uwe Tellkamps Roman „Der Turm“ erhielt er 2013 den Grimme Preis. In seinen Filmen setzt er sich oftmals mit der Geschichte der DDR auseinander.
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