Tanz-Workshop Tanz-Workshop mit Sebastian Matthias & Team

groove space © Sebastian Matthias 

Montag, den 9.,13.00-18.00 und Dienstag, den10. Februar 2015, 10.00-15.00

Yokohama Red Brick Warehouse Number 1, 2F space

study / groove space (Tokyo)


Sebastian Matthias, deutscher Tänzer und Choreograph, der zur Zeit international große Aufmerksamkeit auf sich zieht, gibt einen Tanz-Workshop im Februar 2015 mit seinem Team in Yokohama.
 
In diesem Workshop wird die Praxis von Sebastian Matthias und seinem Team in einem 2tägigen intensiven Forschungskurs mit Tänzern geteilt, die an kollaborativen Arbeitsprozessen interessiert sind. Er findet in einer Installation aus Materialien über die aktuelle Performanceserie „groove space“ statt, die in verschiedenen Städten kreiert wird und 2016 auch nach Tokyo kommt.
 
Während des Workshops wird es an beiden Tagen jeweils eine kurze öffentliche Präsentation im Rahmen von TPAM geben, an der die Teilnehmer einladen werden, teilzunehmen.
 
Die Grundlage ihrer Arbeit ist eine analytische und praktische Bewegungsforschung, die den Einsatz jedes Einzelnen fordert, der in das Projekt involviert ist. Ihre Methode, und auch der geplante Ausgangspunkt für die neue Arbeit „Tokyo / groove space“ (Arbeitstitel), konzentriert sich vielmehr auf die eigene somatische Erfahrung der Tänzer und die Übertragung physischer Intensitäten auf das Publikum, als Ideen zu repräsentieren oder eine Erzählung zu kommunizieren. Diese physischen Intensitäten, oder Bewegungsqualitäten, werden in Verbindung mit unserer fortlaufenden künstlerischen Forschung zum Choreographischen Groove eingeführt.
 
Die Forschung ist ein kollektiver Prozess, weshalb eine Vielfalt an Beiträgen ausschlaggebend für die kreative Arbeit ist. In offenen Forschungs-Sessions werden regelmäßig die Perspektive von innen (somatische Erfahrung und Bewegungsrecherche) nach außen (Distanz und Beobachtung) gewechselt. Die Erkenntnisse werden dann von der gesamten Gruppe gesammelt, diskutiert und analysiert. Diese Methode enthält Diskussion und Praxis zu gleichen Anteilen. Aufgrund des internationalen Hintergrunds der Gruppe wird der Workshop auf Englisch gehalten. Es werden jedoch Deutsche und Japanische Gruppenmitglieder vor Ort sein, die bei Sprachproblemen helfen können.
 
Durch das kollektive Definieren und Dokumentieren der ausgewählten physischen Informationen werden die Bewegungsqualitäten kreiert, die die Basis ihrer Arbeit bilden.

Anmeldeformular (PDF36KB)
 
Sebastian Matthias studierte Tanz an der Juilliard School in New York und Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin (MA). Er tanzte am Nürnberger Staatstheater, bei Hubbard Street Dance Chicago und mit Karin Hermes (Schweiz). In seiner choreografischen Arbeit beschäftigt er sich mit modularen Improvisationssystemen. Diese entwickelt er in Zusammenarbeit mit den Tänzern Isaac Spencer, Lisanne Goodhue und Deborah Hofstetter in freien Produktionen u.a. als Residenzchoreograf am Tanzhaus NRW und bei Kampnagel in Hamburg oder Institutionen wie dem Cullberg Ballett. Seine Arbeit „TREMOR“ und „DANSERYE“ wurden zur TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND 2012 bzw. 2014 eingeladen. Seit März 2012 vertieft er seinen Ansatz zur künstlerischen Forschung mit einem Doktoranden-Stipendium am Graduiertenkolleg „Versammlung und Teilhabe“ der HafenCity Universität Hamburg. Er weitet ihn auf partizipative Prozesse aus und erprobt diese in Forschungsgruppen mit Zuschauern innerhalb der „groove space“ Serie, die in Form von Performances von 2014 bis 2017 in unterschiedlichen Städten produziert wird.



 

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