Workshop „Das Ding“, Lesung und Theaterworkshop von Philip Löhle.
Eine Veranstaltungsreihe zur szenischen Lesungsreihe zeitgenössischer deutschsprachiger Dramatik „VISIONEN“
Philip Löhle, der derzeit auch in Deutschland viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, wird aus seinem Stück „Das Ding“ lesen und einen Theaterworkshop für interessierte Teilnehmer abhalten.
"Das Ding" ist die neueste Komödie von Philip Löhle und wurde 2011 in Hamburg uraufgeführt. Bereits im Jahr darauf gewann es den Publikumspreis des Mülheimer Theaterfestivals. Nach diesem Erfolg wurde es auch von den Medien hoch geschätzt.
Während der vier Diskussionsrunden werden Philip Löhle und die anderen referierenden Professoren, die sich mit den Theaterszenen und Zeitgeschehen in Deutschland auskennen, mit den Teilnehmern gemeinsam über ihre unterschiedlichen Interpretationsansätze reden. Hierbei werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten genauer heraus gearbeitet um den besonderen Reiz des Stückes zu verdeutlichen.
Der Theaterworkshop wird sich hiernach mit der praktischen Arbeit Rund um „Das Ding“ auseinander setzen und gemeinsam mit den Kursteilnehmern wird Philip Löhle veranschaulichen, wie man einen Regieplan für ein Stück wie „Das Ding“ erarbeitet und anpasst.
Die Termine und Inhalte:
① Diskussionsrunden "Das Ding"
1. Montag, 18. Mai von 19.00 bis 21.00 Uhr Referent: Asako Fukuoka (Dozent der Kobe Universität)
2. Montag 25. Mai von 19.00 bis 21.00 Uhr Referent: Akira Ichikawa (Professor ermeritus der Osaka University)
3. Montag 1. Juni von 19.00 bis 21.00 Uhr Referent: Iterau Terao (Professor der Senshu Universität)
4. Montag 8. Juni von 19.00 bis 21.00 Uhr Referent: Philipp Löhle (Autor)
② Theaterworkshop mit Philip Löhle
5. Mittwoch 10. Juni von 18.00 bis 21.30 Uhr
Leitung: Philip Löhle, Takashi Tanaka
Philipp Löhle
Geboren 1978 in Ravensburg. Studium der Geschichte, Theater- und Medienwissenschaft und deutschen Literatur in Erlangen und Rom. Sein erstes Stück „KAUF-LAND“ wurde noch während des Studiums 2005 im Theater Erlangen uraufgeführt. 2006 nahm er eine Stelle als Regieassistent am Theater Baden-Baden an. Dort verfasste der Autor 2007 „Genannt Gospodin“, wofür er mit dem Förderpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie ausgezeichnet wurde. 2012 Einladung zu den Mülheimer Theatertagen mit „Das Ding“, Publikumspreis der Mülheimer Theatertage.
Das Ding
„Mit ‚Das Ding' tritt Philipp Löhle den unumstößlichen Beweis an: Es gibt keinen Zufall mehr. Durch weltumspannende Interdependenzen – genannt Globalisierung – ist alles mit allem verknüpft. Wenn sich der Afrikaner Siwa nachhaltige Methoden des Baumwollanbaus aufschwatzen lässt, verhilft das zwei jungen Chinesen zu ihrem ersten Start-up-Erfolg. Wenn deren Handel mit Sojabohnen ins Stocken gerät, wirkt sich das auf die rumänische Schweinezucht aus, was wiederum direkte Folgen für die Ehe von Katrin und Thomas hat. Als sich Katrin mit exhibitionistischen Eskapaden ins WWW wagt, beschwört sie neben einer handfesten Beziehungkrise auch einen überraschend internationalen Showdown herauf, an dem nicht nur der chinesische Start-up-Unternehmer Teil hat. Und das titelgebende Ding – eine Baumwollfaser – reist derweil einmal um den Erdball und schaut verwundert auf das Treiben der Menschen.
In einer Welt, in der alles mit allem zusammenhängt und alle Geschehnisse potentiell erklärbar sind, werden die Figuren umso mehr von ihrer Sehnsucht nach dem Unerklärlichen, dem magischen Moment, der großen Liebe und vielleicht sogar nach dem Gefühl von Heimat getrieben – und verstricken sich dabei hoffnungslos in das globale Netz kausaler Zusammenhänge.“
(Rowohlt Theaterverlag)
Anmeldung:
Zielgruppe: Jeder der Interesse an deutschem Theater und Literatur hat.
Voraussetzungen: Alter, Geschlecht und Nationalität sind unwichtig, jedoch sollten Sie der japanischen Sprache mächtig sein.
※ Sollten es mehr Bewerber als Plätze geben, dann werden diejenigen bevorzugt, die an allen fünf Tagen anwesend sein können.
Bewerbungen bitte per E-Mail zusammen mit den folgenden Angaben:
1. Name
2. Beruf
3.Alter
4. Kontakt (Adresse, Telefonnummer, E-Mail Adresse)
5. Lebenslauf
Bewerbungsfrist: Donnerstag, 14. 5.
Anforderungen an die Teilnehmer: Die Teilnehmer sind dazu aufgefordert vor dem Workshop das Stück „Das Ding“ von Philip Löhle ausgiebig zu lesen. Für eine bessere Arbeit in den Diskussionsrunden ist es außerdem Ratsam, wenn jeder Teilnehmer seine eigene Interpretation des Stückes vorbereitet hat, um diese mit der Gruppe zu teilen.
Registrierung und Anfragen:
Goethe-Institut Osaka, Kulturprogramm, Miyuki Nishimura:
miyuki.nishimura@osaka.goethe.org
Seiryu Theater: info@seiryu-theater.jp