Sa, 03.10.2009, 16:40 - 18:40 Uhr
Symposium zum Thema Experimentalfilm
Symposium
-
Ciné Nouveau
- Sprache Japanisch mit deutscher und französischer Übersetzung
-
Preis
¥ 1200; ¥ 1000 (Vorverkauf);
weitere Info: Ciné Nouveau
Nach einer jeweils zwanzigminütigen Experimentalfilm-Vorführung der internationalen Regisseure Itô Takashi, Marylène Nero und Helga Fanderl zum Thema "Stadt und Wasser" diskutieren die Künstler im Rahmen eines Symposiums über ihre Arbeiten und tauschen Erfahrungen zur internationalen Szene und über das Drehen von Experimentalfilmen aus.
Das Symposium wird konsekutiv auf Deutsch, Französisch und Japanisch gedolmetscht.
Die 1947 in Ingolstadt geborene Helga Fanderl studierte u.a. an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt a.M. Seit 1990 werden ihre Filmpräsentationen in renommierten Museen und Institutionen, wie dem Museum für Moderne Kunst in Frankfurt a.M. oder der New York Public Library in New York gezeigt.
In ihren Werken taucht sie mit dem Kamerablick aufmerksam in den Fluss der Dinge ab, erzeugt Spannung zwischen Kontinuität und Diskontinuität und ermöglicht so ein neues Wahrnehmen von vertrauten Gegenständen und Vorgängen.
Programm Helga Fanderl
GROSSE VOLIERE, 3 Min.
Die Kamera folgt den schnellen Flügen von Vögeln in einer Voliere und fängt sie mit rhythmischen kurzen Schnitten ein. Die Gitterstruktur des riesigen Käfigs ist ständig präsent.
FLUGZEUGE I, 3 Min.
Der Film zeigt Flugzeuge im Landeanflug, wie ihre Schatten sie ankündigen, ehe sie im Wald auftauchen und verschwinden.
APFELERNTE, 2 Min.
Äpfel werden von Bäumen geschüttelt, sträuben sich, fallen und springen.
ZORA SCHAUKELT, 1 Min.
Ein Mädchen im roten Kleid schaukelt in einem grünen Baum auf die Kamera zu, von der Kamera weg.
KAKIBAUM IM WINTER, 3 Min.
Reife Kakifrüchte glühen im Gezweig und nähren dunkle Vögel.
NACH DEM FEUER II, 3 Min.
Im Laden eines Tierpräparators, der ausgebrannt ist, tragen die ausgestopften Tiere die Spuren des Feuers, das den Raum und die Sammlung transformieren.
MONA LISA, 3 Min.
Die Kamera wirft Blicke auf Museumsbesucher vor dem berühmten Gemälde Leonardo da Vincis und zeichnet ihrer Aktivitäten auf.
FEUERWERK, 3 Min.
Ein Feuerwerk wird durch die Struktur einer Brücke gefilmt, über die U-Bahnen fahren. Es entsteht ein intensives filmisches Feuerwerk.
Maryléne Negro, 1957 in La Tranche geboren, studierte an der Ecole Superieure D'Art in Grenoble. In ihren Werken versucht die Künstlerin, die heute in Paris lebt, Phänomene von ihrer äußeren Form zu lösen und ihnen in ihren Filmen durch Variationen der Bildlänge eine neue Gestalt zu geben. So wird die Art wie Dinge erscheinen kritisch hinterfragt und dem Zuschauer eine völlig neue optische Erfahrungswelt eröffnet.
Itô Takashi, 1956 in Fukuoka geboren, studierte am Kyushu Institute of Design. Während seiner Studienzeit drehte er im Rahmen eines Seminars, das von dem Filmkünstler Toshio Matsumoto geleitet wurde, seinen ersten Film "SPACY", der internationale Wertschätzung erlangte. Derzeit ist er sowohl als Repräsentant des Experimentalfilms in Japan tätig, als auch als Professor der Film Fakultät an der Kyoto University of Art and Design.