Dokumentarfilmvorführung Naturkatastrophen und Energiepolitik
Zum Gedenken an den 20. Jahrestag des großen Erdbebens von Kobe
Hiroshige Kagawas großformatige Bilder sind beeindruckende Monumente, die die große Erdbebenkatastrophe Ost-Japans thematisieren. Seit 2013 werden sie im Design Creative Center Kobe (KIITO) präsentiert und heben das gemeinsame Schicksal der Katastrophen in Kobe und Tohoku hervor.Zum 20. Jahrestag des großen Erdbebens in Kobe, das sich am 17. Januar ereignete, wird Kagawas Gemälde „Fukushima“ zusammen mit zwei Dokumentarfilmen zu sehen sein, die einen aktuellen Austausch zwischen Tohoku und Kobe mit den Themen der Energiepolitik in Deutschland erlauben.
Als Reaktion auf die Nuklearkatastrophe von Fukushima beschloss die deutsche Bundesregierung bis 2022 alle Atomkraftwerke in Deutschland nach und nach vom Netz zu nehmen. Trotz der geografischen Distanz zum Fukushima-Unfall wurden in Deutschland Stimmen für einen Atomausstieg laut. Neben zwei Filmvorführungen zum Thema Energiepolitik, wird Herr Florian Jäger, Vize-Konsul des deutschen Generalkonsulats in Kobe und Osaka, gemeinsam mit Herrn Jörg Raupach-Sumiya, Professor der Betriebswirtschaftslehre an der Ritsumeikan Universität, zu einer Gesprächsrunde einladen.
Programm
16:00 „Das Schönauer Gefühl“(60 Min.)
17:00 Gesprächsrunde (75 Min.)
„Über die deutsche Energiepolitik“ (vorläufig)
Stellvertretender Generalkonsul des Konsulats Osaka und Kobe
Florian Jäger
Professor der Ritsumeikan Universität
Jörg Raupach-Sumiya
Koordinator
Professor in der Graduate School of Intercultural Studies der Kobe Universität
Kazuo Fujino
18:30 „Unter Kontrolle“(98 Min.)
Für den Wiederaufbau von Tohoku werden die Zuschauer um eine kleine Spende gebeten.
Am Tag der Vorführung werden ab 11 Uhr im Erdgeschoss nummerierte Eintrittskarten verteilt.
Bitte begeben sie sich 10 Minuten vor Vorstellungsbeginn mit Ihrer Eintrittskarte zum Saal im 1. Stock.
Filmvorführungen und Gesprächsrunde
Florian Jäger
Stellvertetender Generalkonsul
Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland, Osaka-Kobe
Geboren am 2. September 1978 in München
1999 - 2005 Universität Passau
Studium der Rechtswissenschaft
2006 - 2007 Oberlandesgericht Düsseldorf、Referendariat
Mai 2008 - April 2009 Auswärtiges Amt, Berlin, Attachélehrgang
Mai 2009 - Mai 2012 Auswärtiges Amt, Berlin
Abteilung für Kultur und Kommunikation
Referent für Türkei/Südkaukasus/
Zentralasien
seit Juli 2012 Generalkonsulat Osaka-Kobe
Stellvertretender Generalkonsul
Leiter der Kultur- und Presseabteilung
Jörg Raupach-Sumiya
Professor der Betriebswirtschaftslehre an der Ritsumeikan Universität
Herr Raupach-Sumiya promovierte 1997 in Wirtschaftswissenschaften und hatte zudem den Vorsitz für die Ostasienwissenschaften an der Universität Duisburg/ Essen. Zudem war er ab 1990 bei Roland Strategy Consultant tätig, ab 1995 war er Manager des Japan Desks bei Trumpf GmbH & Co, ab 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Institut für Japanstudien in Tokyo, ab 2001 Manager für Verwaltung, Finanzen und Controlling bei der Firma NEC SCHOTT und ab 2002 deren Vorstandsmitglied. 2011 wurde er an die FOM-Hochschule für Ökonomie und Management berufen und begann zudem als Innovationsmanager bei SCHOTT Electronic Packaging GmbH. Seit 2012 ist Herr Raupach-Sumiya Professor an der Ritsumeikan Universität und außerdem seit 2013 Akademischer Berater für die „Mayors for a Nuclear Power Free Japan“ Konferenz.
Filme
„Das Schönauer Gefühl“
Deutschland ,2008, 60 Min.
Regie: Frank Dietsche & Werner Kiefer
Schönau, eine beschauliche Stadt im Schwarzwald im Südwesten Deutschlands. Nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl im Jahr 1986 beschließen besorgte Eltern eine Bürgerinitiative zu gründen, die sich für erneuerbare Energien einsetzt. Der Film dokumentiert die Anfänge der „Schönauer Stromrebellen“-Bewegung bis hin zur Unternehmensgründung und zum Jahrestag der zehnjährigen Stromnetzübergabe 2007.
„Unter Kontrolle“
Deutschland, 2011, 98 Min.
Regie: Volker Sattel
Einstmals verkörperte die Atomenergie die Hoffnung auf effektive Energiegewinnung und wurde von der Politik der 50er Jahre als „ungefährlich“ und „friedlich“ eingestuft. Die Energiegewinnung aus Kernkraft faszinierte die Menschen und lockte mit positiven wirtschaftlichen Auswirkungen. Doch die Nuklearkatastrophen in „Three Mile Island“, Tschernobyl und Fukushima bewegten die Gesellschaft kritischer über diese gewaltige Energie zu urteilen. „Unter Kontrolle“ porträtiert die Technik und den menschlichen Einsatz von nuklearer Energiegewinnung und wirft elementare Fragen nach der Beherrschbarkeit und dem riskanten Abbau von Atomenergie auf.