Film „Oh Boy“

von Jan Ole Gerster

Deutschland 2012, Genre: Komödie, Filmlänge: 85 min, schwarz-weiß
Regie und Drehbuch: Jan-Ole Gerster
Kamera: Philipp Kirsamer
Filmmusik: The Major Minors
Produktion: Marcos Kantis, Alexander Wadouh
Verleiher (Japan): Cetera International
Darsteller:
Tom Schilling (Niko Fischer)
Marc Hosemann (Matze)
Friederike Kempter (Julika Hoffmann)
Ulrich Noethen, Justus von Dohnányi, Michael Gwisdek, Frederick Lau u.a.

Niko ist Ende zwanzig und lebt in Berlin. Vor zwei Jahren hat er sein Jurastudium abgebrochen und seitdem die Tage mit „Nachdenken“ verbracht. Eines Tages wird er aus seinen Tagträumen gerissen und alles kommt anders: Ein Streit mit der Freundin führt zur Trennung, es wird ihm der Führerschein entzogen, sein Vater streicht ihm den Unterhalt und dann verweigert ihm die schwäbische Verkäuferin auch noch den Kaffee. Niko treibt es durch die Stadt mit dem Wunsch irgendwo einen Kaffee trinken zu können. Doch stattdessen schüttet ihm der vereinsamte Nachbar bei Buletten und Schnaps sein Herz aus und ein eitler Schauspieler schwärmt von seiner Rolle als Nazioffizier. Als ihn dann auch noch die sonderbare Schönheit Julika, die er noch aus der Schulzeit kennt, zu ihrer fragwürdigen Theaterperformance einlädt, verliert sich Niko im Treiben der Großstadt. Abschätzig beobachtet Niko wie andere Menschen ihr Leben meistern, ohne zu merken, dass er allmählich selbst zum Outsider wird.

Jan-Ole Gerster
Jan-Ole Gerster wurde 1978 in Hagen geboren. Er zog später nach Berlin und begann dort 2003 schließlich sein Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in den Bereichen Regie und Drehbuch. Nachdem er während seines Studiums einige Kurzfilme produzierte, fing er 2010 mit seiner Abschlussarbeit an, nämlich den Dreharbeiten zu „oh boy!“. Nach der Premiere auf dem „Filmfest München“ 2012 erhielt er für sein Debüt den „Förderpreis Neues Deutsches Kino“ für das beste Drehbuch.

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