Regie: Benjamin Heisenberg, Deutschland, 100 Min., 2005
Der introvertierte Johannes promoviert an der Technischen Universität München über Virologie. Dort schließt er Freundschaft mit dem Algerier Farid, mit dem er sich bald in einem mehrfrontigen Konkurrenzkampf wieder findet: im Wettstreit um Forscherruhm und um die Liebe der Kellnerin Beate. Als Johannes vom Verfassungsschutz gebeten wird, den unter Terrorismusverdacht stehenden Farid auszuspionieren, lehnt er dies zunächst brüskiert ab. Doch das gesäte Misstrauen keimt und verleitet Johannes dann doch dazu, Farid zu bespitzeln.
Heisenbergs Spielfilmdebüt, das „einen gesellschaftlichen Zustand der Verunsicherung nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001“ schildern will, erzählt jenseits der politischen Dimension von der Einsamkeit, in der Johannes gefangen bleibt: einer Welt, in der die Kälte des Labors auf alle Lebensbereiche ausstrahlt.
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