Im Kino Vampyr
Regie: Carl Theodor Dreyer; 75 Min., D, Frankreich 1932
Der zu phantastischen Spinnereien neigende Student Allan Grey sucht spät in der Nacht Unterschlupf in einer einsam gelegenen Herberge. Hier wird er von einem seltsamen Traum befallen, in welchem er als Gast in einem Schloss von einem Vampyr in weiblicher Gestalt heimgesucht wird. Die Tochter des bereits ermordeten Schlossbesitzers Leone soll das nächste Opfer werden. Ihre jüngere Schwester Gisèle und Allan versuchen mit aller Kraft das Unheil zu verhindern.Der fast ohne Worte auskommende und deshalb oft als Stummfilm bezeichnete Horrorfilm des dänischen Filmregisseurs Carl Theodor Dreyer ist von filmhistorischer Bedeutung, da kontrastarme und fahle Bilder eine schauderhafte und entfremdete Atmosphäre inszenieren, bei welcher der Zuschauer im Unklaren steht, ob das Geschehen übersteigerte Phantasie, ein Traum oder vielleicht doch Realität ist.