Rainer Werner Fassbinder, einer der bedeutendsten Vertreter des Neuen Deutschen Films, ist auch über ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod unvergessen. Seine Filme gehören zu den Klassikern und Meisterwerken des deutschen Nachkriegsfilms. Sein famoser Blick auf gesellschaftliche Missstände und seine Bereitschaft, diese gnadenlos mit künstlerischen Mitteln zu artikulieren, machten ihn zu einem der exponiertesten und umstrittensten Künstler der Bundesrepublik Deutschland. Er war einer der Regisseure, die dem Neuen Deutschen Film international zum Durchbruch verhalfen und erntete weltweit großes Ansehen bei Kritik und Publikum.
Das Goethe-Institut Japan zeigt in Kooperation mit Athénée Francais und dem Goethe-Institut Osaka/ Cine Nouveau sowie dem Goethe-Institut Kyoto eine Auswahl der wichtigsten Werke des Regisseurs. Entstanden ist eine Reihe, die einen umfassenden Einblick in das filmische Erbe Fassbinders gibt und aufzeigt, wie aktuell und lebendig seine Filme noch heute sind.
Vorführungen im Saal des Goethe-Instituts:
Sa, 14. Juni
13:30 Martha
16:00 Satansbraten
18:30 Lola
Mo, 16. Juni
17:00 Katzelmacher
19:00 Warnung vor einer heiligen Nutte
Di, 17. Juni
17:00 Götter der Pest
19:00 Mutter Küsters’ Fahrt zum Himmel
Mi, 18. Juni
17:00 Angst essen Seele auf
19:00 Despair- Eine Reise ins Licht
Do, 19. Juni
17:00 Chinesisches Roulette
19:00 Die dritte Generation
Fr, 20. Juni
16:00 Fontane Effi Briest
19:00 Die Ehe der Maria BraunDie weiteren Vorführungen in Tokyo finden im Zeitraum vom 21. Juni bis 5. Juli (außer sonntags u. montags) im Athénée Francais Cultural Center statt (s. Homepage Athénée Francais, Info: (03)-3291-4339(13:00-20:00)). Folgende Filme werden zusätzlich gezeigt:
Warum läuft Herr R. Amok, Händler der vier Jahreszeiten, Die bitteren Tränen der Petra von Kant, Ich will doch nur, dass ihr mich liebt, Bolwieser, Lili Marleen, Die Sehnsucht der Veronika Voss.
Zusätzlich findet am Donnerstag, den 26. Juni um 18.00 Uhr im Athénée Francais Cultural Center eine Diskussion zu Rainer Werner Fassbinders Werk mit Tetsuya Shibutani (Filmexperte) und Masaya Nakahara (Autor und Musiker) statt.
Am 2. Juli, 13.50 Uhr, wird im Athénée Francais Cultural Center zudem der Dokumentarfilm von Hans Günther Pflaum „Ich will doch nur, dass ihr mich liebt“ zu Leben und Werk von R.W. Fassbinder gezeigt.
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