FILMPERFORMANCE FILMPERFORMANCE MIT TAKAHIKO IIMURA

© 飯村隆彦/東京都写真美術館 © 飯村隆彦/東京都写真美術館

Di, 12.06.2018

19:00 Uhr

Goethe-Institut Tokyo, Saal

Filmprogramm:
“Circle & Square” (1966-2018, ca. 20 min)
“A Dance Party in the Kingdom of Lilliput” (1964-66, 12 min)
“Iro” (Color), (1962, 10 min)
“Love” (1962, 10 min)
“Anma” (The Masseurs) (1963, 13 min)
 
Im Rahmen von “Film Independents”
“Ura to Omote” (Inside and Outside) (1964, 2 min
“My Documentary” (1964, 5 min)
 
Takahiko Iimura ist seit Beginn der 1960er Jahre eine prägende Figur für den experimentellen und unabhängigen Film in Japan. In den späten 60er Jahren wurden seine Arbeiten erstmals in Deutschland vorgestellt. Durch einen Aufenthalt in Berlin im Jahr 1973 entwickelte sich Iimura zunehmend zu einer Schnittstelle für den Austausch zwischen der künstlerischen Avantgarde in Japan und Deutschland. Die Filmperformance im Goethe-Institut beleuchtet den performativen Aspekt von Iimuras filmischen Arbeiten. Das Programm enthält „Iro“, das im Rahmen von Iimuras bekannter Filmperformance „Screen Play“ verwendet wurde, „Anma“, einen Film mit dem Butoh-Tänzer Tatsumi Hijikata, bei dem Iimura selbst als Performer mitwirkte, die Doppelprojektions-Version von „A Dance Party in the Kingdom of Lilliput“, in dem sich der Regisseur mit den körperlichen Eigenheiten Künstlers Sho Kazakura auseinandersetzt und zwei Werke, die Iimura als Mitglied der 1964 gegründeten experimentellen Gruppe „Film Independents“ herstellte. Weiterhin wird „Circle & Square“ gezeigt, eine Performance, bei der der Künstler eine unbelichtete Filmrolle, in die er fortwährend Löcher stanzt, zwischen Leinwand und Zuschauerraum so hin- und her bewegt, dass die Betrachter verfolgen können, wie Licht und Schatteneffekte erzeugt werden.
 
Regie: Takahiko Iimura

Nach der Performance Künstlergespräch mit Takahiko Iimura

Takahiko Iimura wurde 1937 in Tokio geboren. Seit Anfang der 1960er Jahre produzierte er 8mm und 16mm Avantgardefilme in Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern wie Yoko Ono, Takehisa Kosugi (Komponist), Yasunao Tone (Musiker) oder Tatsumi Hijikata (Butoh-Tänzer) und kreierte Werke, die die Grenzen der tradierten Kunstgenres sprengten.
Ab dem Ende der 1960er Jahre lebte er in New York, im Jahr 1973 außerdem für einige Zeit in Berlin. Seitdem wurden seine Arbeiten im Rahmen von Ausstellungen und Filmreihen auf der ganzen Welt gezeigt. Im Jahr 2015 erhielt Iimura den „Special Achievement Award“ des 19. Japan Media Arts Festivals für seine außergewöhnlichen Verdienste als Künstler und Kritiker.
 

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