Interaktiver AR-Film, Online-Teilnahme möglich. Yuko Nakamura "Suspended"

Suspended © Yuko Nakamura © Yuko Nakamura

Mi.11.02.- So.28.02.2021

Goethe-Institut Tokyo, Raum 314/315

In ihrem ersten AR-Film „Suspended“ thematisiert Yuko Nakamura, Film-regisseurin und Autorin, die Welt eines Kindes mit kranken Eltern. Über diese Arbeit sagt sie: "Wenn man einen kranken Elternteil hat, spürt man Vorzeichen der Krankheit und des Todes im Haus. In dieser Situation nimmt das Kind die Welt in hoher Auflösung wahr“.
Die Zuschauer*innen von „Suspended“ betreten eine Wohnung, die früher von einer Familie bewohnt worden sein könnte und erleben die Szenerie aus der Perspektive eines Kindes, das seine Welt wie eine zweite, die Realität überlappende Schicht wahrnimmt.
In Corona-Zeiten sind wir permanent mit der Angst um den eigenen Körper konfrontiert. Dieses Projekt lässt die Zuschauer*innen ein in der Nähe des Todes schwebendes Leben erspüren und fragt nach Möglichkeiten der Linderung für Schmerz und Wahrnehmungen, die sich nicht in Worte fassen lassen.
(Dieser AR-Film wurde in der ehemaligen Hausmeisterwohnung des Goethe-Institut Tokyo gedreht.)

Yuko Nakamura wurde 1977 in Tokio geboren und studierte Philosophie an der Fakultät für Literatur der Keio Universität. Nach einer Tätigkeit als Redakteurin beim Tetsugakushobo-Verlag wechselte sie zu TV MAN UNION. Sie war an der Produktion zahlreicher narrativer Dokumentarfilme beteiligt, die Themen wie Kunst und Architektur, Philosophie u.a. behandeln und dabei in tiefere Schichten der Realität eintauchen. Zu ihren bisherigen Filmen gehören “Memories of Origin: Hiroshi Sugimoto”, “A Room of Her Own: Rei Naito and Light” (Canadian International Documentary Festival Hot Docs 2017); die TV-Dokumentation WOWOW “Memories of Origin: Contemporary Artist Hiroshi Sugimoto” (Finalist  beim International Emmy Award for Arts Programming 2012); NHK “Illusory Tokyo Project: Three Potential Dreams of the Capital” (Galaxy Förderpreis 2015); NHK „Architecture Knows: Postwar 1970 as seen from Landmarks”, u.a. Ihre Essay-Serie "We are Here: Contemporary Spaces for Mothers" wird derzeit in der Literaturzeitschrift Subaru veröffentlicht. Bei Theater Commons 2019 inszenierte sie die szenische Lesung “Alice in Bed“ von Susan Sontag. In den letzten Jahren konzentriert sich ihre Arbeit auf das Thema Weiblichkeit. 2020 wurde ihr estes Buch "Mothering: Gendai no Hahanaru Basho (Bemutterung: Ort des Mutterwerdens in der Gegenwart)" herausgegeben. 

​Production | Theater Commons Tokyo, A440 Inc.

Termine
Do.11.02. bis So.28.02.2021 (außer  Mo. 15.02. und Mo. 22.02)
Werktags:
15:00/15:30/16:00/16:30/17:00/17:30/
18:00/18:30/19:00
Sa, So & Feiertage:
11:00/11:30/12:00/12:30/13:00/13:30/14:00/14:30/15:00/15:30/16:00/16:30/17:00
(Dauer: ca. 30 min)

Bestellung Commons Pass: https://theatercommons.tokyo/en/ticket/

Für die Teilnahme vor Ort ist eine Anmeldung sowie ein gültiger Commons Pass erforderlich.
Im reservierten Zeitfenster werden die Besucher*innen in der Reihenfolge ihrer Ankunft einzeln in den Raum eingelassen.
 
Für die Online-Teilnahme wird Ihnen ein Link per E-Mail zugeschickt.


 

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