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15:30–20:00 Uhr
Bodies in Unrest feat. Yuki Kobayashi
Lecture, Künstlergespräch & Performance|unrest 62|22
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Goethe-Institut Tokyo, Saal, Tokyo
- Sprache Japanisch
- Preis Lecture & Gespräch: Eintritt frei / Performance: 1000 Yen
"Bodies in UnREST" - PROGRAMM
15:30 Lecture von Sanghae Kwon: "Rituale und öffentlicher Raum in den 1960er Jahren"
16:30 Künstlergespräch: Mai Endo (Performancekünstlerin), Yuki Kobayashi (Performancekünstler), Tadasu Takamine (Performancekünstler und Professor, Tama Art University) Moderation: Yoko Nose (Kuratorin, Toyota Municipal Museum of Art)
19:00 "BATTLECRY", Soloperformance von Yuki Kobayashi
Reservierung und Kartenverkauf über Peatix (nur Japanisch)
Wie reflektieren Künstler*innen, die den menschlichen Leib als substanzielles Ausdrucksmedium einsetzen, die Potentiale von körperorientierter Kunst und Liveness inmitten einer gesellschaftlichen Wirklichkeit, die sich zunehmend in den virtuellen Raum hineinbewegt?
Ab 15:30 Uhr veranstalten wir ein Symposium, bei dem zunächst Sanghae Kwon in einer Lecture die Beziehung von Ritual und öffentlichen Raum in den 1960er Jahren beleuchtet. In dem darauffolgenden Künstlergespräch spannen Mai Endo, Tadasu Takamine und Yuki Kobayashi aus künstlerischer Perspektive einen Bogen von den 1960er Jahren zur aktuellen Wirklichkeit und diskutieren ihre individuellen Ansätze, den Körper als zeitgenössisches Ausdrucksmittel zu erforschen. Die Moderation übernimmt Yoko Nose, Kuratorin am Toyota Musicipal Museum of Art.
Ab 19:00 präsentiert Yuki Kobayashi die Soloperformance "BATTLECRY", bei der er diese Themen performativ in die Waagschale wirft.
Die Kunstszene der 1960er Jahre in Japan war geprägt von einer lebhaften Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Körperausdrucks – Kunstströmungen wie Aktion, Happening und Conceptual Art spielten eine zentrale Rolle im künstlerischen Diskurs dieser Zeit. Heute hingegen scheint der lebendige Körper als Medium des künstlerischen Ausdrucks zunehmend mit Restriktionen behaftet - ein Zustand, der Gefühle von Unfreiheit, Bedrängnis und Stagnation hervorruft.
Bei seiner Soloperformance "Battle Cry" unternimmt der Performancekünstler Yuki Kobayashi den Versuch, die Energie der Performance Art, die durch das Medium des lebendigen Körpers freigesetzt wird, aus zeitgenössischer Perspektive neu zu beleuchten. Im Zentrum seiner Reflexion stehen Situationen, in denen der Künstler seinen Körper ungeschützt einem gemeinsamen Live-Erlebnis mit dem Publikum ausliefert. Kobayashis Soloperformance ist eine persönliche Reaktion auf das aktuelle Weltgeschehen und die Widersprüche, die sich in Reaktion darauf in unser Bewusstsein und unsere Körper eingeschrieben haben. Ausgehend von Gesten des Anfeuerns beim Sport erforscht Kobayashi die Ambivalenz von „Bedrohung“ und „Respekt“, und wie diese als Ausdrucksmittel in der körperbasierten Kommunikation eingesetzt werden kann.
Ort
Goethe-Institut Tokyo, Saal
7-5-56 Akasaka, Minato-ku
Tokyo
107-0052 Japan
7-5-56 Akasaka, Minato-ku
Tokyo
107-0052 Japan