Das 15. Kansai Queer Film Festival 2022 wird auch dieses Jahr in Osaka und Kyoto in Präsenz stattfinden. Als der deutsche Beitrag wird
„Futur Drei“, der im letzten Jahr auf dem Festival seine Japan-Premiere feierte, erneut zu sehen sein. In Kyoto, der Villa Kamogawa findet am Abend des 24. September das beliebte Festivalprogramm All-Night-Screening statt. Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, alle Besucher des Festivals werden gebeten, die auf der Website des Festivals beschriebenen Maßnahmen zur Infektionskontrolle zu befolgen.
2020, 94 min, Deutsch und Farsi mit japanischen und deutschen Untertiteln
Regie: Faraz Shariat
Parvis wächst als Kind der Millenial-Generation im komfortablen Wohlstand seiner Iranischen Einwanderer-Eltern auf. Dem Provinzleben in Hildesheim versucht er sich durch Popkultur, Grindr-Dates und Raves zu entziehen. Nach einem Ladendiebstahl leistet er Sozialstunden als Übersetzer in einer Unterkunft für Geflüchtete. Dort trifft er auf das iranische Geschwisterpaar Banafshe und Amon. Zwischen ihnen entwickelt sich eine fragile Dreierbeziehung, die zunehmend von dem Bewusstsein geprägt ist, dass ihre Zukunft in Deutschland ungleich ist.
In seinem autobiographischen Regiedebüt erzählt Faraz Shariat, Jahrgang 1994, authentisch und zugleich wundersam überhöht vom queeren Heranwachsen eines Einwanderersohns in Deutschland. Für sein sensibles, pop-affines und kraftvolles Plädoyer für Diversität wurde „Futur Drei“ beim First Steps Award 2019 als Bester Spielfilm ausgezeichnet, Shariats junges Darsteller*innen-Ensemble erhielt den Götz-George-Nachwuchspreis. Bei der Berlinale 2020 wurde „Futur Drei“ mit zwei Teddys geehrt.
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