Wie kann man Lernerfolge durch korrektives Feedback sichtbar machen?
Vor dem Hintergrund dieser Frage wird Prof. Dr. Karin Kleppin, Professorin an der Universität Bochum, sich gemeinsam mit den Teilnehmenden der Fortbildung mit unterschiedlichen Formen des korrektiven Feedbacks beschäftigen.
Korrektives Feedback in Form von Fehlerkorrekturen spielt beim Fremdsprachenlernen eine besondere Rolle. Diskussionen über die sinnvollen Korrekturarten führen in der Praxis immer wieder zu hitzigen Diskussionen. Lehrende und Lernende haben im Hinblick auf unterschiedliche Korrekturarten (z.B. direkte und explizite, indirekte Korrekturen, Aufforderungen zur Selbstkorrektur) unterschiedliche Vorlieben. Es gibt allerdings keine Evidenz dafür, ob Korrekturen überhaupt wirksam sind bzw. welche Korrekturarten sich positiv auf das Weiterlernen auswirken können. Theorie und empirische Untersuchungen helfen zuweilen weiter. Doch absolut sichere Erkenntnisse gibt es auch hier nicht.
Wir werden uns in dem Workshop mit besonderen Formen mündlichen und schriftlichen korrektiven Feedbacks beschäftigen, die mit strukturierten Hilfen für das Weiterlernen verbunden werden können. Bei diesen Techniken wird nicht nur die aktuell gezeigte Leistung, sondern auch das bei Lernenden vorhandene Potenzial mit in den Blick genommen, damit davon ausgehend die nächsten Entwicklungsschritte ermöglicht werden.
Damit will ich die Erkenntnis weiterverfolgen, dass Fehler immer auch einen Anlass zum Weiterlernen bieten können und sollten.
Die Fortbildungszeiten:
Sa., 01.10.: 15:00 – 18:30 Uhr
So., 02.10.: 15:00 – 18:30 Uhr
Die Fortbildung wird Online über Zoom stattfinden.
Bitte melden Sie sich bei Frau Maruyama
bis zum 25.9.2022 an:
tomoko.maruyama@goethe.de
(Name, Univ./Schule, E-Mail)
Referentin: Prof. Dr. Karin Kleppin
Professorin an der Universität Bochum.
Ihre Fachgebiete sind Deutschunterricht, Lehrplanentwicklung, Lernbeurteilung, Prüfung und Testentwicklung. Sie leitet Fortbildungskurse und Seminare in verschiedenen Ländern und engagiert sich in der Lehrerausbildung. Sie hat auch an der Entwicklung des TestDaF-Sprachstandstests mitgewirkt, der als Nachweis für ein Studium an einer deutschen Hochschule dient, und arbeitet seit vielen Jahren mit dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen der Humboldt-Universität zu Berlin zusammen. Bildungswesen), und war auch an der Forschung zur Entwicklung von Testfragen beteiligt.
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