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19:00–20:30 Uhr
Neu übersetzt! Werke von Yoko Tawada und Lutz Seiler
Buchpräsentation und Diskussion|Literatur - Goethe-Institut Tokyo
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Online Online | Goethe-Institut Tokyo 2F, Tokyo
- Sprache Japanisch mit deutscher Simultan-Übersetzung
- Preis Kostenlos, Anmeldung nötig
Für die Teilnahme vor Ort melden Sie sich bitte per E-Mail bis zum 11.04.2023 bei bibliothek-tokyo@goethe.de
Wenn Sie das Gespräch auf Deutsch hören möchten, schreiben Sie uns bitte. Wir bereiten ein Empfangsgerät für Sie vor.
Link zur Teilnahme am Zoom Webinar hier
Meeting-ID: 882 2234 2407
Passwort: aC@P3u
Vorherige Registrierung ist nicht erforderlich
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Mit seiner Förderung von Übersetzungen, u.a. im Rahmen des Kakehashi-Literaturpreises, möchte das Goethe-Institut Gegenwartsliteratur aus den deutschsprachigen Ländern in Japan bekannter machen und mit dem Publikum ins Gespräch kommen. Im April lenken wir die Aufmerksamkeit auf zwei neue Romane, die soeben auf dem japanischen Markt erschienen sind: Yoko Tawada’s „Paul Celan und der chinesische Engel“ sowie Lutz Seiler’s „Kruso“.
Teil I
Seit 2013 vergeben das Goethe-Institut Tokio und die Merck KGaA den alle zwei Jahre stattfindenden Kakehashi-Literaturpreis. Die Preisträger 2020 waren der Schriftsteller Lutz Seiler und der Übersetzer Jisung Kim für das Werk „Kruso“ (Suhrkamp, 2014). Die japanische Ausgabe ist soeben im Hakusuisha-Verlag erschienen. Der Übersetzer Jisung Kim spricht über Seilers einzigartige Narrative und den historischen Hintergrund der Geschichte, die im Sommer 1989 in der DDR spielt.
Teil II
Der jüdisch-deutsche Dichter Paul Celan ist u.a. für das Gedicht "Todesfuge" bekannt. Die Schriftstellerin Yoko Tawada, die die Gedichte Celans seit ihrer Studienzeit liest und schätzt, veröffentlichte zu dessen 100. Geburtstag im Jahr 2020 den Roman „Paul Celan und der chinesische Engel“ (konkursbuch, 2020). Dieser nähert sich mit Fantasie Celans Gedichtband „Fadensonnen“. Anlässlich des Erscheinens der japanischen Übersetzung (Bungei-shunju, 2023) diskutieren Yoko Tawada, aus Berlin zugeschaltet, der Übersetzer und Celan-Forscher Hiroaki Sekiguchi, der die Übersetzung mit ausführlichen Anmerkungen beigesteuert hat, und die Germanistin Miho Matsunaga.
【Panelist*innen】
Jisung Kim, geboren 1987 in Osaka, studierte Internationale Politische Ökonomie und Germanistik in Tokyo und Berlin. Seit 2021 arbeitet er als Associate Professor am Germanistischen Seminar der Tokyo Metropolitan University. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur deutschen Gegenwartsliteratur. Seine Monografie zu Uwe Johnson wurde mit dem JGG-DAAD-Preis ausgezeichnet. 2019 übersetzte er Thomas Melles „Die Welt im Rücken“ ins Japanische. 2020 gewann er den „Kakehashi-Literatur Preis“ für die Übersetzung des Werks „Kruso“ von Lutz Seiler.
Yoko Tawada ist 1960 in Tokio geboren. Sie studierte an der Waseda-Universität sowie der Universität Hamburg und promovierte an der Universität Zürich. Seit 1982 lebt sie in Deutschland. 1991 gewann sie den Gunzô-Shinjin-Literaturpreis für „Fersenlos“, 1993 den Akutagawa-Literaturpreis für „Inu mukoiri “, 2000 den Izumi-Kyooka-Literaturpreis für „Hinagiku no cha no baai“, 2002 den Bunkamura Prix Des Duex Magots für „Kyuukeijikan,“ 2003 den Ito-Sei-Literaturpreis und den Tanizaki Junichiro Preis für „Yougisha no Yakooressha“. 2005 erhielt sie die Goethe-Medaille, 2011 den Murasaki-Shikibu-Literaturpreis für „Nisoo no yumi to kyuupiddo“ sowie den Noma-Bungei-Literaturpreis für Yuki no renshusei. 2013 gewann sie den Yomiuri-Literaturpreis und den Kunstförderpreis des Ministers für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie für „Kumo wo tsukamu hanashi“. Des Weiteren erhielt sie 2016 den Kleist-Preis, 2018 den National Book Award (für übersetzte Literatur) für „Sendboten-o-te“ sowie den Japan Foundation Award 2018. Ihr neuestes Buch ist „Taiyo shoto“.
Hiroaki Sekiguchi, geboren 1964 in Osaka, ist Professor an der Meiji-Universität. Er studierte Germanistik an der Keio-Universität und promovierte über Celan an der Kyoto-Universität. Seine Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in den Bereichen moderne und zeitgenössische deutsche Lyrik, deutsch-jüdische Literatur und vergleichende Literaturwissenschaft. Unter seinen Buchveröffentlichungen finden sich u.a.: „バウル・ツェランへの旅 (Auf den Spuren von Paul Celan)“ (Ikubundo, 2006, Preis der Österreichischen Literaturgesellschaft in Japan), „ 評伝 パウル・ツェラン (Paul Celan. Eine Biographie)“ (Keio University Press, 2007, Ono Tosaburo Spezielpreis), „パウル・ツェランとユダヤの傷 —《間テクスト性》研究 (Paul Celan und das Judentum: Eine Studie der „Intertextualität“)“ (Keio University Press, 2011) und „Flügelnacht: Celan und Kiefer" (Misuzu Shobo, 2015).
Miho Matsunaga, geboren 1958 in Aichi, ist Professorin an der Waseda-Universität in Tokio. Sie studierte deutsche Literaturwissenschaften an der Tokyo-Universität. Sie verfasste zahlreiche Übersetzungen u.a. für „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink, womit sie den Mainichi-Shuppanbunka-Preis gewann. Weitere ihrer Literaturübersetzungen umfassen Bernhard Schlinks „Die Frau auf der Treppe“ und „Olga“, „Am Beispiel meines Bruders“ von Uwe Timm, „Unterm Rad“ von Hermann Hesse, „Heidi“ von Johanna Spyri, „Ich wollte nur Geschichten erzählen“ von Rafik Schami. Ihre neueste Übersetzung ist zu Bernhard Schlinks „Abschiedsfarben“.
【Über die Werke】
Lutz Seiler: „Kruso“ (Suhrkamp, 2014)
„Inselabenteuer und Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft: Lutz Seilers erster, lang erwarteter Roman schlägt einen Bogen vom Sommer 89 bis in die Gegenwart. Die einzigartige Recherche, die diesem Buch zugrunde liegt, folgt den Spuren jener Menschen, die bei ihrer Flucht über die Ostsee verschollen sind, und führt uns dabei bis nach Kopenhagen, in die Katakomben der dänischen Staatspolizei.“ (Aus: Suhrkamp)
Yoko Tawada: „Paul Celan und der chinesische Engel.“ (konkursbuch, 2020)
„Patrik, ein etwas verwirrter, junger Celan-Forscher aus Berlin befindet sich in einer Lebenskrise. Oft geht er in ein Café, liest dort. Eines Tages steht ein Mann vor seinem Tisch, der transtibetanisch auf ihn wirkt. Der Mann weiß beunruhigend viel über ihn. Das ist dem Protagonisten unheimlich, trotzdem entwickelt sich eine Freundschaft. Im Hintergrund lauert ein Rätsel. Der Großvater des chinesischen Freundes hat in Paris in den 1950er und 60er Jahren chinesische Medizin praktiziert. Mit seiner Hilfe kommt der Forscher auf eine neue Deutungsmöglichkeit von Begriffen wie Meridian oder Fadensonnen.“ (Aus: konkursbuch)
【Partner】
Mitveranstalter: Bungei-shunju
Unterstützung: Hakusuisha
Ort
Online
Goethe-Institut Tokyo 2F
7-5-56 Akasaka, Minato-ku
2. Stock
Tokyo
107-0052 Japan
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Tokyo
107-0052 Japan